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Kiel "Weilheim" ist wieder daheim
Kiel "Weilheim" ist wieder daheim
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11:52 08.02.2016
Von Frank Behling
Die Besatzung der "Weilheim" wurde von Angehörigen von der Levensauer Hochbrücke aus mit Bannern begrüßt. Quelle: Frank Behling
Kiel

Zuletzt war es im Rahmen der EU-Mission Sophia im Mittelmeer vor der lybischen Küste unterwegs. Bevor die Besatzung an Land zu ihren Angehörigen darf, muss das Boot allerdings noch eine Nacht in der Kieler Förde ankern. Erst am Sonntag um 10 Uhr macht die „Weilheim“ im Tirpitzhafen im Kieler Stadtteil Wik fest. 

Die 40-köpfige Besatzung hatte am 14. August den Heimathafen Kiel verlassen. Kommandant Felix Uhlemann (34) führte das Boot zunächst in den Nato-Einsatzverband SNMCMG2. Dort nahm das Boot an mehreren Manövern teil. Der Nato-Verband steht zurzeit unter türkischem Kommando. Neben dem türkischen Flaggschiff „Cezayirli Gazi Hasan Pasa“ hatte die "Weilheim" knapp vier Monate gemeinsam mit Minenabwehreinheiten aus der Türkei, Griechenland, Spanien sowie Italien im Mittelmeer operiert. 

Sieben tunesische Fischer gerettet

Anfang Dezember musste Korvettenkapitän Uhlemann dann kurzfristig mit der „Weilheim“ bei der Rettungsoperation Sophia einspringen, da keine Korvette oder Fregatte zur Verfügung stand. Das Minenjagdboot befand sich bereits auf der Heimreise nach Kiel, als es den neuen Auftrag erhielt. Denn kurz zuvor wurde die Fregatte „Augsburg“ aus der Operation „Sophia“ abgezogen und aufgrund der Terroranschläge in Paris der französischen Flugzeugträger-Kampfgruppe gegen den IS um den Träger „Charles de Gaulle“ unterstellt. In der Zeit rettete die Crew sieben tunesischen Fischern das Leben, die mit ihrem Kutter im Mittelmeer trieben. Die „Weilheim“ schleppte den Kutter zurück nach Tunesien

Der letzte Weg führte das Minenjagdboot jetzt durch die stürmische Biskaya und die Nordsee nach Kiel. Die ersten Angehörigen begrüßten die Besatzung bereits während der Kanalpassage am Sonnabend mit Spruchbändern und Fähnchen. Während die „Weilheim“ wieder in Kiel ist, macht sich das Schwesterboot „Dillingen“ bereit für den Einsatz. Das Boot wird am Montag aus Kiel auslaufen und sich dem Nato-Verband SNMCMG1 in der Ostsee anschließen.

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Bislang waren es vor allem kleine Rettungsschiffe und große Kriegsschiffe, die Flüchtlinge im Mittelmeer vor dem Ertrinken bewahrten. Bald stößt ein weiteres Schiff dazu: Die „Aquarius“ soll am 20. Februar unter der Flagge der Hilfsorganisation SOS Mediterranee von Marseille aus zur Rettungsmission in Richtung Lampedusa auslaufen.

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