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Kiel Günther für höhere Verteidigungsausgaben
Kiel Günther für höhere Verteidigungsausgaben
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19:23 12.02.2019
Von Christian Longardt
Foto: Oberst Ralf Güttler (links) beim Jahresempfang mit Daniel Günther und Oberstleutnant Markus Kleinbauer.
Oberst Ralf Güttler (links) als Kommandeur des Landeskommandos empfing Ministerpräsident Daniel Günther und Oberstleutnant Markus Kleinbauer, Kommodore des Lufttransportgeschwader 63. Quelle: Frank Behling
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Wenn in der politischen Debatte gefragt werde, ob das Geld nicht besser für die Bildung oder gegen Altersarmut eingesetzt werden sollte, "dann muss man auch mal Farbe bekennen für die Bundeswehr", sagte Ministerpräsident Daniel Günther bei dem Empfang der Kommandeure und Dienststellenleiter des Standortes Kiel im Verwaltungszentrum an der Feldstraße.

"Diejenigen, die für unsere Sicherheit ihr Leben aufs Spiel setzen, dürfen den Anspruch haben, bestmöglich geschützt in den Einsatz zu gehen", sagte der Ministerpräsident, "dazu gehört anderes Material, als wir im Moment in der Bundeswehr haben."

Die "Gorch Fock" erwähnt Günther nicht

Der Kurswechsel hin zu höheren Ausgaben sei "sehr, sehr spät eingeleitet worden", sagte Günther. Das bedeute, dass die nächsten Jahre für die Bundeswehr "schwierig bleiben werden", so Günther, der ein klares Bekenntnis der Politik forderte, "dass wir für Mehrausgaben im Verteidigungshaushalt einstehen". Die explodierenden Kosten bei der Sanierung der "Gorch Fock" sprach Günther in seiner Rede nicht an.

Günther befürwortet militärische Tests

Auch die umstrittenen Ansprengversuche der Marine in der Ostsee erwähnte der Ministerpräsident nicht direkt. Er sagte aber: Wenn man die Bundeswehr in Schleswig-Holstein wolle, dann müsse man "bestimmte Dinge auch ein Stück weit ertragen können".

Zu Protesten der Bevölkerung sagte Günther: "Wenn die Bundeswehr testen muss, dann dient das der Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten. Dann kann nicht jedes Mal das große Geschrei losbrechen: Aber bitte nicht in der Region oder in der Region." Die Bundeswehr brauche Testmöglichkeiten in Schleswig-Holstein, so Günther. "Und dann müssen wir auch mal den Rücken dafür gerade machen, dass so etwas stattfinden kann. Das haben unsere Soldaten verdient."

"Freuen Sie sich über Düsenjäger"

Auf den Investitionsstau der Bundeswehr ging auch der Gastgeber, der Kommandeur des Landeskommandos Schleswig-Holstein Oberst Ralf Güttler, ein. "Die Fakten liegen auf dem Tisch, und sie tun fast schon physisch weh", sagte Güttler in seiner Rede. Er beklagte ein "Regelungsdickicht" und "Verantwortungsmikado" in der Truppe. Positiv aber sei, dass nun wieder in die Standorte investiert werde.

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Man sei "auf dem Weg zurück in die Einsatzbereitschaft". Das bedeute aber "nicht nur beschaffen und neu ausrüsten, sondern auch fliegen, fahren, üben und testen" - durchaus mit Begleiterscheinungen für betroffene Bürger.

Güttler: "Meine Empfehlung: Freuen Sie sich doch einfach mal, wenn Sie einen Düsenjäger am Himmel sehen und hören. Denn darin sitzt ein hochmotivierter, teuer ausgebildeter Spezialist, der es sich zur Aufgabe, wenn nicht zur Berufung gemacht hat, den Bürgern zu dienen und Sicherheit und Freiheit zu schützen."

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