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Kiel Plötzlich hatte Giulia Claußen die Krone auf
Kiel Plötzlich hatte Giulia Claußen die Krone auf
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19:14 22.12.2016
Von Kristiane Backheuer
Sie vertritt das Land im Februar bei den Miss-Germany-Wahlen: Miss Schleswig-Holstein Giulia Claußen ist 19 und studiert Multimedia Production. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Chancen hatte sie sich übrigens gar nicht ausgerechnet. „Für so eine Miss-Wahl bin ich eigentlich zu klein und meine Haare sind zu kurz“, sagt sie bei einer heißen Schokolade im Kieler Opernkeller. „Der Sieg kam schon sehr überraschend.“

 Gegen zehn Konkurrentinnen setzte sich die Elmschenhagenerin, die inzwischen in einer kleinen Studentenwohnung in Hassee wohnt, durch. „Vor allem die Drittplazierte war wunderschön. Sehr groß und mit langen Haaren“, sagt Giulia Claußen, die Multimedia Production studiert und 1,60 Meter misst. Lange Haare habe sie selber nie gehabt. Höchstens mal schulterlang. Dann kam irgendwann ein Bob, der sie beim Sport so nervte, dass er zum Kurzhaarschnitt in Blond wurde. „Ich find’, der Schnitt passt am besten zu mir“, sagt sie. „Ich mag dieses Mädchensein nicht so gern.“ Statt mit Mädels unterwegs zu sein, geht sie auch lieber auf die Männerabende ihrer Kumpel. „Wir quatschen dann, zocken, spielen Konsole und machen Witze.“

 Zur Miss-Wahl ist sie eher durch Zufall gekommen. „Meine Mutter hatte mir den Link geschickt“, sagt sie. „Das macht sie manchmal, wenn sie meint, das könnte mich interessieren.“ Ab und zu stand Giulia Claußen bereits bei einem befreundeten Fotografen vor der Kamera. Sie schrieb eine knappe Mail an die Miss Germany Corporation und bewarb sich. Ohne Foto. „Die Preise sahen nett aus“, sagt sie pragmatisch. Dann kam die Einladung nach Bargteheide. „Meine Mutter wollte mir das Ganze noch ausreden. Sie hatte Angst, dass ich nachher doch zu enttäuscht bin. Aber ich hatte ja nichts zu verlieren.“ Also setzten sich die beiden Frauen ins Auto und fuhren die knapp 100 Kilometer vor die Tore Hamburgs. Im Gepäck: ein schwarzes Abendkleid und ein schwarzer Bikini.

 „Alle waren total nett, und untereinander haben wir uns viele Komplimente gemacht“, so Giulia Claußen. Die Jury, in der unter anderem Mister Hamburg, die Schauspielerin Jenny Elvers und der ehemalige schleswig-holsteinische Finanzminister Rainer Wiegard saßen, entschied sich schnell. Um 20 Uhr gingen Krone und Schärpe an die Kielerin. „Ich bin zwar nicht in Ohnmacht gefallen, war aber schon sehr, sehr überrascht. Auf dem Rückweg im Auto hat meine Mama erst einmal alle angerufen. Mein Vater dachte, wir wollen ihn veräppeln.“

 Dass ihr Auftritt so erfolgreich endete, liegt vielleicht auch an ihrer großen Leidenschaft: dem Tanzen. Mit drei Jahren fing sie mit Ballett an, dann kamen irgendwann die Standard-Tänze dazu, später der Latein-Tanz. Der Verein „Tanzen in Kiel“ ist so etwas wie ihr Zuhause geworden. Vier- bis fünfmal pro Woche trainiert sie dort. „Dadurch weiß ich, wie man sich bewegt“, sagt sie. „Und außerdem mag ich gerne sexy Klamotten. Das liebt man als Tänzerin automatisch.“ Den norddeutschen Meistertitel in der C-Klasse hat sie bereits gewonnen, es folgte der Vizemeistertitel in der B-Klasse. Jetzt könnte noch ein Titel dazukommen: Miss Germany. Das entscheidet sich am 18. Februar 2017 im Europapark Rust. Zuvor wird die schönste Frau Schleswig-Holsteins aber noch zehn Tage mit den anderen Bundessiegerinnen die Sonne von Fuerteventura genießen. Am 31. Januar geht der Flug.

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