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Kiel Mit Segeln durch Nebel und Regen
Kiel Mit Segeln durch Nebel und Regen
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17:57 30.06.2013
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Wetterfeste Kleidung war bei der Windjammerparade angesagt. Quelle: FB
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Kiel

Angeführt von der "Gorch Fock" startete um 11 Uhr die Windjammerparade 2013. Der Höhepunkt der diesjährigen Kieler Woche lockte Zehntausende Zuschauer an die Ufer. An der mehr als drei Kilometer langen Parade beteiligten sich fast 120 Segel- und Traditionsschiffe.

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Zusätzlichen waren 20 Passagier- und Ausflugsschiffe an beiden Seiten der Paradeflotte unterwegs. Für die Parade wurde die Zufahrt zum Kieler Hafen und zur Schleuse kurzfristig gesperrt. Für die Absicherung der Schiffsflotte war ein großes Aufgebot an Polizeibooten unterwegs. Die Leitung des Schiffsverkehrs erfolgte von Bord des Mehrzweckschiffes "Scharhörn" aus.

Wie an einer Perlenschnur reihten sich die Groß- und Traditionssegler auf der Kieler Förde — um sie herum zahlreiche kleinere und größere Segelboote und Jachten. Erstmals seit vier Jahren führte das SegelschulschiffGorch Fock“ die Windjammerparade zur Kieler Woche an. Bei anfänglichem Nebel und Regen folgten in ihrem Fahrwasser 100 Schiffe, darunter mehrere Windjammer wie das in Kiel gebaute russische SegelschulschiffSedov“, und boten auf der Förde ein imposantes Schauspiel.

Teilweise unter Segeln schipperte die 89 Meter lange „Gorch Fock“ die Förde entlang. „Die Teilnahme an der Parade ist eine Besonderheit und eine große Ehre, denn das Schiff hat ja seit 2009 nicht mehr daran teilgenommen“, sagte Kommandant Helge Risch zum Schiffskorso. Die gesamte Besatzung sei bereits vorher im positiven Sinne angespannt gewesen. „Alle sind sehr, sehr stolz, das Schiff wieder einer größeren Öffentlichkeit präsentieren zu können.“

Auch 17 Dampfschiffe und Begleitboote sowie zahlreiche größere und kleinere Segelboote und Jachten begleiteten die Windjammer. Von Routine könne angesichts dieser vielen Schiffe auf dem Wasser keine Rede sein, sagte „Gorch Fock“-Kommandant Risch. „Jeder Kapitän muss dabei — egal wie groß oder klein das Schiff ist — voll konzentriert sein, damit es auf der Kieler Förde nicht unter Umständen zu einer Havarie oder einer Kollision kommt. Das ist keine Routine.“

Der Kieler Hafenkapitän Michael Schmidt zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf der Parade: „Wir haben sehr günstigen Wind. Segel gesetzt haben alle.“