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Kiel Hundekotmobil als Pilotprojekt
Kiel Hundekotmobil als Pilotprojekt
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20:30 21.08.2018
Von Petra Krause
Der ABK macht mobil gegen tierische Hinterlassenschaften: Stefan Herold (51) saugt den Hundekot vom Gehweg. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Auch die „illegalen Müllablagerungen“ und die „Rattenproblematik“ sind Bereiche, in denen die Stadt aktiv werden will. Zuständig für die Reinigung der öffentlichen Straßen und Wege in der Stadt ist der Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK). Allein im Jahr 2017 sammelten die Mitarbeiter der Straßenreinigung geschätzt knapp 500 Tonnen Hundekot ein. Mit dem laut Ratsbeschluss auf zwei Jahre angelegten Pilotprojekt will die Stadt das Ostufer sauberer machen. Dafür setzt sie den etwa 35000 Euro teuren Kleinwagen mit einem speziell angefertigten Aufbau ein, der mit einem Saugrohr Kehricht und Hundekot in einen 40 Liter großen Auffangbehälter sammelt. „Rund 50 Kilometer pro Woche wird dieser durch die Stadtteile Gaarden, Ellerbek und Wellingdorf überall dort fahren, wo es schwierig ist, mit Kehrmaschinen ranzukommen“, sagte Michael Müller, Abteilungsleiter Straßenreinigung.

Beseitigung von Müllhaufen innerhalb von 48 Stunden

Das neue Fahrzeug ist aber nur eine von vielen Maßnahmen, die aus dem Pilotprojekt „Saubere Stadt“ hervorgegangen sind. So gibt es leicht verständliches Infomaterial zur Abfalltrennung und zur ordentlichen Beseitigung von Sperrgut in acht Sprachen. Zudem will die Stadt innerhalb von 48 Stunden nach Eingang der Meldung illegale Abfallablagerungen im öffentlichen Raum in Gaarden entfernen. Denn die „wilden Haufen“ ziehen Ungeziefer an.

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„Informieren, kontrollieren und sanktionieren“

Neben den Resistenzen der Ratten gegen verschiedene Gifte ist der herumliegende Müll dafür verantwortlich, dass der Rattenbefall zunehme. „Wir werden die Mieter und Vermieter mehr in die Pflicht nehmen“, kündigte Kämpfer an. Deshalb heißt die Richtlinie aus dem Rathaus: „Informieren, kontrollieren und sanktionieren“. Das heißt auch, bei unterlassener Rattenbekämpfung Ordnungsstrafen zu verhängen. „Bei Häusern mit einem Rattenproblem wollen wir die Verursacher stärker ermitteln“, sagte Kämpfer. Das Bestellen eines Schädlingsbekämpfers wie kürzlich in der Gaardener Elisabethstraße soll allerdings die Ausnahme sein. Mietern, die Rattenbefall anzeigen und feststellen, dass der Vermieter nicht aktiv wird, rät er, die Miete zu mindern oder das Ordnungsamt zu informieren.

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