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Kiel Andrang trotz Regenwetter
Kiel Andrang trotz Regenwetter
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18:59 15.09.2019
Von Jennifer Ruske
Drehten mit ihren selbstgebauten Fahrrad-Choppern ein paar Runden über das Mobilitätsfest und ernteten bewundernde Blicke: Andreas Peik und Sohn Kikaru. Quelle: JR: Jennifer Ruske
Kiel-Mettenhof

So richtig Fahrradfreundlich präsentierte sich das Wetter am Sonntag nicht. Doch vom Regen ließen sich die Besucher des Mobilitätsfestes in Mettenhof nicht abhalten.

Zahlreiche Vereine und Geschäfte präsentierten sich in Mettenhof

Per Fahrrad, Lastenbike, Pedelec, Car-Sharing oder per Bus? Wie ist man in Kiel und Umgebung am besten unterwegs und schont dabei Geldbeutel und Umwelt? Um Antworten auf all diese Fragen ging es auf dem Aktionstag am Sonntag. Eine Reihe von Fahrrad- und Zubehörgeschäften und noch mehr Vereine und Gruppen wie der BUND, die KVG mit zwei Bussen, der Auto Club Europa (ACE), der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD), die Kieler Sprotten Flotte mit ihren Mieträdern oder der Verein Tram für Kiel hatten ihre Zelte und Infostände auf dem Famila-Parkplatz am Skandinaviendamm aufgebaut. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer gab den offiziellen Startschuss für die Veranstaltung: Nachhaltige Mobilität sei ein wichtiges Thema für Kiel, erklärte der OB. Die Stadt arbeite daran, die Mobilität in den kommenden Jahren für alle Kieler zu verbessern, in dem der ÖPNV ausgebaut und günstiger werden soll.

Radwege in Mettenhof sind nicht gut beleuchtet

Nicht nur der ÖPNV, sondern auch die Radwege in und nach Mettenhof könnten verbessert werden. „Das wünschen sich zumindest die Besucher des Festes, wie eine kleine Umfrage ergeben hat“, erklärten Frederik Meißner und Maik Kristen vom VCD. Verbesserung heißt für einige, eine schnelle und sichere Fahrspur nur für Radfahrer zu haben, für andere ist Verbesserung der Abbau von Angsträumen wie auf dem Skandinaviendamm in Höhe Gewerbegebiet. Dort werde zwar die breite Straße gut ausgeleuchtet, der Radweg liegt jedoch im Dunkeln.

Wanderpokal der Sternfahrt geht wieder nach Russee/Hammer

Im Hellen (und noch einigermaßen trocken) hingegen kamen die Radfahrer aus zwölf Ortsbeiratsbezirken auf ihrer Sternfahrt nach Mettenhof ans Ziel und wurden auf der Bühne für ihre geleisteten Kilometer geehrt. Der Wanderpokal ging auch in diesem Jahr nach Russee/Hammer/Demühlen, erklärte Stefan Smal vom Mobilitätsmanagement der Stadt, die das Fest organisiert haben. Die Wiker machten mit 108,8 geradelten Kilometern den zweiten Platz, dicht gefolgt vom Team aus Ellerbek/Wellingdorf, das mit 108 Kilometern auf dem dritten Platz landete. „Das Schöne an der Tour ist, dass man mal anderer Wege und andere Stadtteile kennenlernt“, erklärte Achim Heinrichs, der ein Team anführte.

„Wir sind glücklich, dass wir trotz des Wetters viele Besucher hatten“

Auf dem Mobilitätsfest konnten die Besucher vom eigenen Rad aufs Pedelec steigen oder ein paar Runden mit dem Lastenrad drehen. Einige Besucher hätten wohl auch gern mal das Chopper-Bike von Andreas Peik ausprobiert, der mit Sohn Kikaru ein paar Runden drehte. „Die Räder habe ich selbst zusammengeschraubt, aus Schrott und Resten von anderen Velos“, erklärte der Mettenhofer. 80 bis 90 Stunden stecken jeweils in den Unikaten, die aussehen wie ein Harley-Chopper – nur per Muskelkraft angetrieben. „Das Treten ist stellenweise anstrengend.“ Die bewundernden Blicke der Besucher machen das aber wieder wett.

Schlangestehen an der Rad-Wasch-Anlage

Für die Kinder waren die Fußball-Torwand, der Tretroller-Parcours, die Kletterwand und die BMX-Show der Pedal Kickers der große Hit. Die Großen standen an der Rad-Wasch-Anlage der Step gGmbH an. „Endlich ist mein Rad wieder sauber – und das ganz ohne langes Putzen“, freute sich ein junger Mann aus Hassee. Auch die Brücke SH konnte guten Zulauf vermelden. „Wir kodieren Räder“, erklärte Sven-Ulrich Lohmann und fräste eine vielstellige Nummer in den Rahmen von Elke Lorenzens Rad. „Das habe ich gerade neu. Deswegen bin ich extra hergekommen“, erklärte die Mettenhoferin. Dass es zudem noch Essen, Getränke und Livemusik auf dem Fest gibt, ist für sie eine wunderbare Zugabe: „Das werden wir jetzt entspannt genießen“, sagte sie zufrieden. Zufrieden zeigte sich auch Stefan Smal: „Wir sind glücklich, dass wir trotz des Wetters eine hohe Zahl von Besuchern hatten.“

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