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Kiel Modellprojekt um eine schrille Schauspielerin
Kiel Modellprojekt um eine schrille Schauspielerin
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07:48 11.01.2010
Kiel

Die Plakate, Skulpturen und Exponate sind das Ergebnis eines Modellprojekts, das die Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein zusammen mit den Zehntklässlern des Thor-Heyerdahl-Gymnasiums verwirklicht hat.

Ein halbes Jahr lang haben die 70 Gymnasiasten anhand der Biografie von Lotti Huber eigenständig Themen erarbeitet - wie Kiel im Zeitalter des Nationalsozialismus, das jüdische Leben heute oder das Leben der Lotti Huber - und haben ihre Ergebnisse für die KN-Ausstellung in Plakatform gebracht und daraus Filme und Radiobeiträge erstellt. „Geschichte ist nicht unbedingt jedermanns Ding, weil der Unterricht oft theoretisch und trocken ist“, sagte Sarah (15). Doch dieses ganz praktische Modellprojekt begeisterte eigentlich alle Schüler, die am Sonnabend zahlreich mit Eltern und Lehrern zur Ausstellungseröffnung im Hause der Kieler Nachrichten erschienen waren.

Das selbstständige Arbeiten - bei dem die Schüler durch den Offenen Kanal, das Stadtarchiv, Radio RSH sowie der Jüdischen Gemeinde Schleswig-Holstein unterstützt wurden - war für die 15- und 16-Jährigen „schön, aber oft auch sehr problematisch“, erzählte Nina (16): „Menschen zu finden, die wir für unsere Projekte interviewen konnten, war nicht so einfach.“ Es gab aber auch viele positive Momente, bei denen die Schüler auch einiges über sich lernten: „Es war ein wenig überraschend, wie viel jüdische Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund, wie wir es sind, gemeinsam haben“, erzählten Rabija, Dunja und Madina, deren Familien Moslems sind.

Das Fazit nach einem halben Jahr Projektarbeit fiel bei Schülern und Lehrern gleichermaßen positiv aus: „So ein Projekt könnte es gern öfter geben“, erklärte Yannis. „Das ist schon etwas anderes, als für eine Klausur zu lernen. Man hat am Ende nicht einfach nur eine Note, sondern handfeste Ergebnisse erarbeitet, die hoffentlich auch anderen gefallen - und zum Nachdenken anregen.“

Bis zum 6. Februar sind die Plakate und Exponate des ModellprojektsLotti Huber“ in den KN-Schaufenstern zu sehen. Danach werden sie (bis April) in den Räumen der Landeszentrale für politische Bildung, Kehdenstraße 27, gezeigt. Am 13. Januar (19 Uhr) zeigt der Offene Kanal Kiel (Kiel TV) die Schüler-Filme über Lotti Huber. Am 17. Januar (18.30 Uhr) läuft der Film „Affengeil“ mit Lotti Huber (Regie: Rosa von Praunheim) im Kommunalen Kino der Pumpe.

Schulen, die sich ebenfalls für (politische) Projekte interessieren, können sich an die Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein wenden. Christina Batzlaff, Tel. 0431/988 5939, informiert, berät und unterstützt bei der Umsetzung.

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