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Kiel Leser begrüßen Bußgeld fürs Möwenfüttern
Kiel Leser begrüßen Bußgeld fürs Möwenfüttern
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15:33 24.07.2019
Von KN-online (Kieler Nachrichten)
Die Stadt Kiel geht mit drastischen Bußgeldern gegen das Möwenfüttern vor.
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Kiel

Mit Möwenfütterungsverboten und hohen Bußgeldern gehen die Hafenstädte gegen vermeintliche Tierfreunde vor. Räuberische Möwen sind nämlich auch andernorts ein Problem.

"Na endlich. Das wird auch Zeit", sagt Lisa Schröder. Simon Becker meint: "Erstens werden sie mittlerweile echt zur Plage, und zweitens tut das den Möwen auch gesundheitlich nicht immer gut, wenn sie von Menschen gefüttert werden."

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Das bestätigt auch die Stadt Kiel. „Das Füttern der Möwen führt zu erheblichen Belästigungen, da die Tiere an die Futterstellen gewöhnt werden, diese aggressiv angehen und gelegentlich auch Bürger attackieren. Zudem führen die Verschmutzungen zu weiteren Belästigungen.“ Mit dieser Begründung hat Kiel vor elf Jahren ein Möwenfütterungsverbot im Stadtgebiet erlassen.

Ich liebe Möwen, es sind wunderschöne, stilvolle Tiere. Aber überall, wo es Essen gibt, sind sie eine Plage", sagt Annika Burkard. "Am Strand fallen sie über meinen Platz her, wühlen in meinen Sachen, während ich baden bin. Sie sind mittlerweile so dreist, dass sie mir im Sturzflug von hinten den Fisch aus dem Brötchen klauen." Jantje Schmidtke hofft aber auch, dass regelmäßig Kontrollen stattfinden. "Sonst bringt das doch nichts."

Möwen füttern: Welche Vorschriften gelten in Deutschland?

Ist das Füttern von Möwen in Deutschland verboten?

Ein generelles Verbot gibt es nicht. Gemeinden entscheiden individuell darüber, ob ein Verbot erlassen wird oder nicht.

Gibt es ein Bußgeld fürs Füttern von Möwen?

Ja, dort wo es untersagt ist, können Bußgelder verhängt werden. Im Zweifel sollte das Füttern zum Schutz der Tiere und um ein Bußgeld zu vermeiden, unterlassen werden.

Sind die Bußgelder überall gleich?

Nein. Die Gemeinden legen diese fest. Es kann also bundesweit Unterschiede geben. Bußgelder können bei 20 Euro beginnen und mitunter bis zu 5000 Euro betragen.

Andere Leser begrüßen zwar das Bußgeld, finden es aber im Verhältnis zu anderen Vergehen viel zu hoch. "Wer im Stau eine Rettungsgasse verhindert, muss nur bis zu 280 Euro Strafe zahlen", sagt Torsten Schell. "Das passt doch nicht zusammen."

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