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Kiel Yoga und die Ernährung der Zukunft
Kiel Yoga und die Ernährung der Zukunft
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12:06 25.06.2019
Von Sebastian Ernst
Muddi-Markt 2019 in Kiel: Acroyoga ist eine Mischung aus Yoga, Akrobatik und Thaimassage. Quelle: Sebastian Ernst
Kiel

In einer Podiumsdiskussion gingen Wiebke Freundenberg von der Solidarischen Landwirtschaft Schinkeler Höfen, Stefanie Pöpken von der Tierwohlinitiative Provieh, Ludwig Hirschberg vom Bauernverband Schleswig-Holstein und Ralf Loges von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Moderator Jan Sachau von Ecoplanfinanz der Frage nach, wie wir in Zukunft alle satt werden.

"Wir sind eine Wegwerfgesellschaft. Aber das können wir uns nicht weiter leisten", sagte Pöpken. "Wir sind gefragt, etwas zu tun." Ein Problem, das auch Loges sah. "Sie glauben gar nicht, was man von den Schlachtabfällen, die derzeit entstehen, alles noch verwenden könnte", sagte er.

"Wenn wir Fleisch essen, hat das Konsequenzen"

Gerade der Fleischkonsum sei problematisch. "Wenn wir Fleisch essen, hat das Konsequenzen", sagte Hirschberg. "Wir können den CO₂-Verbrauch aus der Tierhaltung nicht löschen, auch wenn wir Bäume pflanzen oder Kompensationsbeiträge zahlen."

Verantwortlich für Änderungen in der Lebensmittelproduktion sei aber der Kunde. "Wenn Fleisch gekauft wird, wird es produziert", so Hirschberg weiter. "Wann man beispielsweise die Produktion von Schweinefleisch verbieten würde, nicht aber den Konsum, kommt das Fleisch eben aus dem Ausland." Das habe dann eine noch höhere CO₂-Bilanz.

Konsum und Fluchtursachen

Um die Auswirkungen unseres Konsums ging es auch am interaktiven Infostand von Amnesty International. "Unsere Ernährung hat etwas mit den Fluchtursachen aus verschiedenen Ländern zu tun", sagte Silke Schielberg, Amnesty-Asylreferentin für den Bereich Kiel-Flensburg. "Dass Menschen vor Ort eine Lebensgrundlage haben, ist ein Menschenrecht."

Unser Konsum bewirke aber, dass genau das nicht mehr der Fall sei. So sorge beispielsweise die durch den Klimawandel bedingte, voranschreitende Wüstenbildung in Nigeria für Armut, Hunger und Massenwanderungen. Trotzdem werde nur ein Prozent der Geflüchteten aus Nigeria anerkannt. Mit einem Quiz wolle der Stand auf diese Missstände aufmerksam machen.

"Eine Mischung aus Yoga, Akrobatik und Thai-Massage"

Um etwas ganz anderes ging es im kleinen Zirkuszelt des Muddi-Marktes. Claudia Shankari Zimmermann bot dort einen Acroyoga-Workshop an. "Acroyoga ist eine Mischung aus drei Elementen: Akrobatik, Yoga und Thai-Massage", sagte sie. "Es zeichnet sich dadurch aus, dass wir Yoga zusammen in einer Gruppe machen. Dass wir diese Verbindung, die wir im Yoga mit uns selber üben, spielerisch integrieren." Zu Beginn gab es einige Asanas im Kreis, anschließend folgten akrobatische Übungen.

Weitere Informationen zum Muddi-Markt finden Sie hier. Alle Artikel zur Kieler Woche lesen Sie auf unserer Themenseite.

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