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Kiel Vorjahresrekord noch einmal gesteigert
Kiel Vorjahresrekord noch einmal gesteigert
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15:26 01.09.2018
Von Jürgen Küppers
Nach Einbruch der Dunkelheit zog Heerscharen von Besucher in den Schlossgarten, der auch diesmal wieder von mehr als 2000 Tütenlampen feierlich beleuchtet wurde. Quelle: eis - Thomas Eisenkrätzer
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Kiel

"Wahrscheinlich dürfte dafür das spätsommerliche Wetter den stärksten Ausschlag gegeben haben", vermutete Angelika Stargardt, die im städtischen Kulturamt die Museumsnacht seit Jahren maßgeblich organisiert. Dabei sei der Vorverkauf "gar nicht so toll" gelaufen. "Aber wahrscheinlich haben sich viele Kieler spontan gesagt: Diesen Sommerabend müssen wir jetzt einfach nutzen, es könnte der letzte in diesem Jahr gewesen sein."

Mit den diesmal gezählten 47248 Besuchen wurde der erst 2017 aufgestellte Rekord (38946) noch einmal deutlich übertroffen. Den mit Abstand größten Besucherzuwachs verzeichnete diesmal das Zoologische Museum mit fast 9000 Besuchen - mehr als das Doppelte des Vorjahres. Auch dafür hatte Angelika Stargardt keine Erklärung parat.

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Häuser an der Kapazitätsgrenze

Aber der Riesenansturm forderte auch seinen Tribut. Im Gedränge des Zoologischen Museums oder im ebenfalls stark frequentierten Warleberger Hof war die Luft extrem stickig, Besucher konnten sich dort nur mit Mühe ihren Weg bahnen. "Bei so einem Ansturm wie in diesem Jahr sind die Häuser an ihren absoluten Kapazitätsgrenzen, mehr geht jetzt nicht mehr", erklärte die Museumsnacht-Organisatorin, die jetzt schon über mögliche Veränderungen nachdenkt.

Am wichtigsten dabei sei eine Entzerrung. So sollten künftig Getränke und Speisen nur noch außerhalb von Gebäude angeboten werden. Denkbar sei auch, dass manche Veranstaltungsbestandteile wie Tanz oder (unverstärkte) Musik unter freien Himmel ausgelagert würden.

Dabei spielte der "freie Himmel" bereits am Freitag eine Museumsnacht-Hauptrolle. Tausende flanierten nach Einbruch der Dunkelheit durch den von mehr als 2000 Tütenlampen feierlich beleuchteten Schlossgarten. Auch vor der Kunsthalle, dem Schifffahrtsmuseum oder an der Museumsbrücke bildeten sich zeitweise riesige Menschentrauben.  

Bei vielen Angeboten konnten Besucher nicht nur (zu-)schauen, sondern auch mitmachen.
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