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Kiel Jetzt geht es los mit dem Kiel-Kanal
Kiel Jetzt geht es los mit dem Kiel-Kanal
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20:01 12.07.2016
Von Martina Drexler
Blick vom Bootshafen auf die Bassins (li.). Quelle: stadtmarketing1
Kiel

Kiels Bürgermeister Peter Todeskino (Grüne) spricht von einem großen Schritt in die „Neuzeit der Kieler Innenstadt“.

 Die Verlegung neuer Fernwärme- und Wasserleitungen gibt einen Vorgeschmack auf die Bauarbeiten und Sperrungen in den nächsten drei Jahren. Drei Wochen veranschlagen die Stadtwerke für die Arbeiten in der unteren Kehdenstraße, die es erst möglich machen, ab Herbst die Baugrube für die beiden Bassins (117,5 und 45,5 Meter lang) zwischen Bootshafen und Kleiner Kiel ausheben zu können.

 Zu teuer, zu riskant, zu hohe Folgekosten – nicht nur FDP, Linke und CDU im Rathaus rieben sich an der 11,9 Millionen-Euro-Investition, die zu zwei Dritteln aus Städtebau-Fördermitteln gezahlt wird. Etwa vier Millionen muss die Stadt selbst stemmen. Auch viele Bürger protestierten gegen das Projekt, das Stadt und Wirtschaft als Initialzündung für die notwendige Aufwertung des Stadtzentrums begreifen. Im Juli 2015 gab die Ratsversammlung mit Stimmen von SPD, Grüne und SSW den Weg frei für den Kleinen Kiel-Kanal. Uwe König, Sprecher des Förderkreises Kieler Altstadt, ist von der Strahlkraft der Umgestaltung mit Treppen, zwei Brücken und Wasserspielen überzeugt. „Wir müssen durch die drei Jahre durch. Ich glaube fest, dass der Kleine Kiel-Kanal am Ende ein Quantensprung für die Innenstadt sein wird“, so König. Wichtig sei, dass die Altstadt weiterhin ohne Probleme mit Auto und Bus zu erreichen sei. Dies verspricht die Stadt auch dann, wenn nach der Kieler Woche 2017 die gesamte Holstenbrücke dauerhaft für den motorisierten Individualverkehr gesperrt wird. Noch einen zweiten Wunsch der Kaufleute erfüllte die Stadt: Am 1. September tritt der „Kümmerer“ Matthias Kolbe, der während des Baus erster städtischer Ansprechpartner sein soll, seinen Dienst an. Etwa 670 Bürgervorschläge wie etwa Pflanzflächen mit Sitzgelegenheiten wurden in die Planung eingebunden: Es sei ein gutes Verfahren der Bürgerbeteiligung gewesen, das geholfen habe, Bedenken zu überwinden, glaubt Todeskino.

Gesucht: Ein Name für den neuen „Kanal“

Bisher ist stets vom Kleinen Kiel-Kanal die Rede, wenn über das zentrale Bauprojekt in der Altstadt gesprochen wird. Aber da mit Kiel-Kanal weltweit der Nord-Ostsee-Kanal bezeichnet wird, sollte nach Überzeugung der Kieler Nachrichten über den endgültigen Namen noch nachgedacht werden. Haben Sie eine Idee, wie die neue Verbindung zwischen Kleinem Kiel und Bootshafen heißen soll? Dann schicken Sie diesen Vorschlag bitte an lokalredaktion@kieler-nachrichten.de. Wir werden die besten Ideen auf KN-online und in der Zeitung präsentieren.

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