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Kiel Im Küstenkraftwerk laufen letzte Tests
Kiel Im Küstenkraftwerk laufen letzte Tests
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12:23 08.10.2019
Von Frank Behling
Der erste Schornstein raucht: Probebetrieb in den östlichen Motorenhallen des Küstenkraftwerks K.I.E.L. (GHKW) Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

„Das Küstenkraftwerk befindet sich derzeit in der Inbetriebsetzungsphase. Die Stadtwerke Kiel gehen derzeit davon aus, dass die Anlage Ende 2019 in Betrieb genommen werden kann“, bestätigt Stadtwerke-Technikchef Jörg Teupen. Die Abwärme der 20 großen Jennbacher-Motoren entweicht aus den vier 70-Meter-Schornsteinen.

Nachdem der zuletzt für das Frühjahr geplante Start aufgrund von Problemen mit der Kühlung der Motoren erneut verschoben werden musste, läuft die Anlage jetzt. Bei den gewaltigen Dampfwolken über dem Kraftwerk handelt es sich um die Abgase aus dem Verbrennungsprozess der mit Erdgas betriebenen Motoren. Anders als Kohle und Öl verbrennt das Erdgas weitgehend ohne Feinstaub und Schwefeldioxid. Der Ausstoß von Kohlendioxid und Stickoxid wird so deutlich verringert.

Aktuell laufen Tests zum Startverhalten des Küstenkraftwerks in Kiel

Bei den Probeläufen wird versucht, die 20 Gasmotoren schnellstmöglich auf Hochtouren zu bringen. „Aktuell, so auch am Sonntag, liefen unter anderem die Tests zum Startverhalten. Dabei werden die einzelnen Motoren in unterschiedlichen kurzen und langen Abständen hoch- und runtergefahren, beziehungsweise an- und ausgeschaltet“, erklärte Stadtwerke-Sprecher Sönke Schuster.

Die Folge: Die Wolken sind teilweise nur für wenige Minuten zu sehen – dann aber in sehr kurzer Folge und sehr deutlich. Im Anschluss an diese Phase ist dann noch ein 20-Tage-Belastungstest aller Motoren geplant. Wenn diese Prüfung erfolgreich bestanden wird, steht der Indienststellung bis Weihnachten nichts mehr im Wege.

Küstenkraftwerk kann flexibel auf Anforderungen des Energiemarktes reagieren

Mit seiner Fahrweise wird das Küstenkraftwerk höchst flexibel auf die Anforderungen des Energiemarktes reagieren. Das Ziel ist ambitioniert: Alle Gasmotoren sollen in weniger als fünf Minuten auf eine Nennleistung von 190 Megawatt elektrisch hochgefahren werden können. Gleichzeitig soll dann mit der Abgaswärme eine Leistung von 192 Megawatt erzeugt werden. Durch die Nutzung der großen Verbrennungsmotoren ist dieses Ziel realistisch.

Endgültig ist das Problem mit der Kühlung der Motoren, das an heißen Tagen auftritt, noch nicht gelöst. Derzeit wird an einem neuen Kühlkonzept gearbeitet. Während der kühlen Wintermonate kann dennoch bereits der Betrieb aufgenommen werden. Die Stadtwerke Kiel und ihr Generalunternehmer Kraftanlagen München (KAM) können vorerst in der Hochlaufphase die überschüssige Wärme ins Fernwärmenetz abgeleitet. Langfristig sollen aber für die Sommermonate neue Kühlsysteme auf den Dächern der Maschinenhäuser montiert werden.

Alle Informationen zum Küstenkraftwerk Kiel haben wir auf unserer Themenseite für Sie zusammengestellt.

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