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Kiel Seeleute auf dem Weg der Besserung
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17:23 06.08.2019
Von Frank Behling
Nach dem schweren Unfall an Bord des Tankers "Rhön" sind drei der vier verletzten Marinesoldaten weiterhin im Krankenhaus. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Der Tanker „Rhön“ war am 16. Juni aus einem Nato-Einsatz in der Ostsee entlassen worden und nach Kiel eingelaufen. Bei dem Manöver war die Schiffsbetankungsanlage ausgefallen, mit der während der Fahrt andere Schiffe versorgt werden können. Für die Reparatur der Anlage wollte die Besatzung am 17. Juni im Scheerhafen in Kiel ein Beiboot aussetzen. „Dabei ist es zu einem technischen Fehler gekommen“, sagte der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause in Kiel. Der Fehler habe dazu geführt, dass sich das Boot erst vorne und dann achtern aus der Aufhängung löste und ins Wasser stürzte.

Teilweise wurden die Seeleute lebensgefährlich verletzt

Beim Aufprall zogen sich die vier in dem Boot befindlichen Besatzungsmitglieder zum Teil lebensgefährliche Verletzungen zu. In einer aufwendigen Rettungsaktion von Bundeswehrfeuerwehr und Berufsfeuerwehr Kiel wurden alle vier im Hafen aus dem Boot gerettet und zur Versorgung ins Kieler Uniklinikum gebracht. „Einer der Seeleute konnte entlassen werden. Ein zweiter wird in Kürze das Krankenhaus verlassen können“, so Krause. Die Genesung der vier Seeleute werde aber noch eine lange Zeit benötigen.

Marine hat vorerst keine Tanker zur Verfügung

Die „Rhön“ wurde nach dem Unfall vorerst bei der Nato abgemeldet und zur weiteren Untersuchung mit Begleitung des Schleppers „Spiekeroog“ nach Wilhelmshaven gebracht. Wann das über 40 Jahre alte Schiff wieder einsatzbereit sein wird, steht aktuell nicht fest. Die Marine hat damit vorerst keine Tanker mehr, da das Kieler Schwesterschiff „Spessart“ zurzeit in der Werft liegt.

Die 1974 und 1975 in Schacht-Audorf gebauten Tanker „Rhön“ und „Spessart“ sind zusammen mit der 1970 gebauten portugiesischen „Berrio“ die ältesten Marinetanker der Nato. Ein Ersatz ist aufgrund der Planungsengpässe bei der Bundeswehr erst nach 2022 vorgesehen.

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