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Kiel Wehdenweg soll endlich sicherer werden
Kiel Wehdenweg soll endlich sicherer werden
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12:27 22.02.2019
Von Karin Jordt
Hier im Wehdenweg starb im vergangenen Jahr der Fahrer eines Motorrollers nach einem Unfall mit einem Kleintransporter samt Anhänger. Quelle: Karin Jordt
Kiel

Rund 50 Interessierte waren der Einladung des CDU Ortsverbands Ostufer in das Vereinsheim des SVE Comet gefolgt und sparten nicht mit Kritik und Vorschlägen. Lebhaft diskutiert wurde, ob durchgehende Schutzstreifen für Radfahrer, eine Bedarfsampel, Zebrastreifen, Tempo 30 für alle oder eine Blitzsäule sinnvoll und durchsetzbar sein könnten. „Diese Straße kann den wachsenden Verkehr nicht mehr aushalten“, beklagte eine Anliegerin. „Besonders die Sicherheit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer ist mir wichtig“, betonte Steffen Frisch, stellvertretender Vorsitzender des Ortsbeirats und Anwohner des Wehdenwegs.

Schutzstreifen sollte nicht unterbrochen werden

Sehr unglücklich ist nach Ansicht von Radfahrern, dass der Schutzstreifen bei Verkehrsinseln unterbrochen wird und die Autos den Radlern dicht auf die Pelle rücken, weil nicht genug Platz ist. „Das ist lebensgefährlich“, erklärte eine Wellingdorferin. Den Schutzstreifen auf Höhe der Mittelinseln fortzusetzen und über den bisherigen Parkstreifen zu führen, könne geprüft werden, meinte Jens Kruschwitz, Abteilungsleiter Verkehrswegebau im Tiefbauamt. An einer solchen Mittelinsel auf Höhe der Neumühlener Straße kam es 2018 zu einem tödlichen Unfall: Der Fahrer eines Motorrollers kollidierte in der Engstelle nach Polizeiangaben mit einem Kleintransporter samt Anhänger, prallte gegen einen Baum und starb noch an der Unfallstelle.

Tödlicher Unfall mit einem Fußgänger

Bei einem weiteren tödlichen Unfall im vergangenen Jahr starb ein Fußgänger kurz vor dem Ortseingang bei einem Überholmanöver eines Autofahrers. Da auf der Landesstraße 52 bis unmittelbar vor dem Kieler Ortsschild Tempo 100 erlaubt ist, wurde nun vorgeschlagen, die Höchstgeschwindigkeit bereits vor dem Ortsschild auf 70 Kilometer pro Stunde festzulegen. Viele Anlieger fordern außerdem, das Tempo im Wehdenweg generell auf 30 Kilometer pro Stunde zu begrenzen. Das sei jedoch rechtlich nicht möglich, erläuterte Dirk Dohrmann vom Bürger- und Ordnungsamt. Für Busse und Lastwagen gebe es aus Sicherheitsgründen bereits ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde. „Bei unseren mobilen Messungen sind wir in der Lage, die Messvorgänge zu trennen“, teilte Frank Festersen, Leiter des Bürger- und Ordnungsamtes, nachträglich mit: „Unsere Geräte erkennen Lkw und Busse eigenständig und lösen bei ihnen eine Messung und Aufnahme bereits ab 39 km/h aus. Es gab dabei nur wenige Fehlmessungen.“

Weiterhin mobile Geschwindigkeitsmessungen

Eine Blitzsäule zu installieren halten die Experten für nicht realistisch, aber mobile Geschwindigkeitsmessungen wird es weiterhin geben. Eine Verkehrszählung soll klären, ob Zebrastreifen markiert werden können. Ob eine Bedarfsampel installiert werden kann, wird geprüft. Weiter wurde gefordert, den Asphalt bei den Mittelinseln auszubessern und die Bäume so zu beschneiden, dass die Fußwege gut beleuchtet sind. „Wir haben einen Handlungsbedarf für die Politik, um die Entwicklung der Stadt und den Verkehr zusammenzubringen“, fasste CDU-Kreisvorsitzender Thomas Stritzl die lebhafte Diskussion zusammen, die er als Moderator immer wieder auf eine sachliche Ebene brachte.

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