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Kiel Wik bekommt wieder ein Kino-Angebot
Kiel Wik bekommt wieder ein Kino-Angebot
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12:00 22.09.2019
Von Karina Dreyer
In der Holtenauer Straße 303 war einst ein Kino, das vielen Wikern noch als  Lichtburg bekannt ist. Nachdem die Engländer sie von 1945 bis 1948 als „Odeon“ weiterführten, gab es die „kleine Lichtburg“ gegenüber in der Gaststätte Linde. Quelle: Privat
Kiel

In dem Sammelband „Wiker Geschichten“ erinnert sich die ehemalige Platzanweiserin Lore Wied an das Kino und den Besitzer Max Hass, genannt „Macker Hass“ oder „der König der Wik“. Er sei überall bekannt gewesen, ob als Kinobesitzer, Vorsitzender des Wiker Sportvereins oder als Organisator für betagte Wiker Bürger. Dann kam der Krieg.

Nachdem die Engländer dann die „Lichtburg“ von 1945 bis 1948 vereinnahmten und sie als „Odeon“ weiterführten, machte Hass mit seiner „kleinen Lichtburg“ gegenüber in der Gaststätte Linde weiter. Das Kinoleben in der Wik endete 1963. „Darüber waren die Wiker sehr traurig, zu viele Erinnerungen verbanden sie damit. Die Erinnerung an dieses so vertraute Kino kann einen schon wehmütig stimmen“, beschrieb Lore Wied im Sammelband.

Erinnerung an das Wiker "Puschenkinos"

Vielen sei auch noch der alte Filmvorführer Karl Bock in Erinnerung geblieben, der während des Krieges bei Bombenangriffen immer in seinem Vorführraum schlief, um rechtzeitig zur Stelle zu sein. Später fanden sich in den Räumen übrigens das Kaufhaus Markmann, dann Filialen der Einzelhandelsketten Penny und Kloppenburg, heute Rossmann.

An die Zeit des Wiker „Puschenkinos“ möchte Anne Schmitt-Hollenberg anknüpfen. „Wir möchten die Nachbarschaft mit einem niedrigschwelligen, netten Angebot fördern“, sagt sie. Viele möchten vielleicht gerne in Gemeinschaft sein, aber nicht unbedingt zu viel Nähe aufbauen, deswegen eigne sich ein gemeinsamer Kinonachmittag.

Als Verstärkung hat sich die Anlaufstelle Nachbarschaft Wik das Kino in der Pumpe geholt sowie die Karl-Heinz-Howe-Simon-Fiedler-Stiftung als Kooperationspartner. Die Stiftung übernimmt den Eintritt von fünf Euro bei Vorlage eines Seniorenpasses. „Gezeigt werden Filme, die auch im Seniorenkino in der Pumpe gezeigt werden und halbwegs aktuell sind“, sagt Anne Schmitt-Hollenberg.

Vier Filme für dieses Jahr geplant

Vier Filme sind für dieses Jahr noch geplant, jeweils sonntags um 16 Uhr. Den Start macht am Sonntag, 22. September, der Film „The Favourite“, am 27. Oktober gibt es „Die Frau des Nobelpreisträgers“, am 24. November „Ein letzter Job“ und am 15. Dezember „Ein Becken voller Männer“.

Gesucht werden noch Ehrenamtliche, die Lust haben, das Stadtteilkino mitzugestalten. Sei es bei der Organisation, dem Aufbau, der Kasse oder Programmarbeit im barrierefreien Mercatortreff, Feldstraße 241.
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