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Kiel Künftiger Baustellenverkehr macht Angst
Kiel Künftiger Baustellenverkehr macht Angst
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16:00 29.06.2019
Von Karina Dreyer
Im September lud die Stadt zur Planungswerkstatt Rotenbek ein. Nun wurden die Ergebnisse vorgestellt.  Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Im September gab es die Planungswerkstatt „Rotenbek“, deren Ergebnisse nun in einer Sondersitzung des Ortsbeirates vom Stadtplanungsamt vorgestellt wurden. Die wichtigsten Fragen der Anwohner drehten sich bei der Planungswerkstatt um „die Erschließung der Baustelle und auch künftig, die Art der Wohnbebauung und die städtebauliche Dichte“, fasste Stadtplaner Martin Dünckmann zusammen.

Im Ortsbeirat stellte er den aus der Planungswerkstatt entstandenen städtebaulichen Vorschlag vor. Im August soll dieser als Beschlussvorlage für den Bauauschuss dienen und danach im Ortsbeirat noch einmal als Plan-Vorentwurf vorgestellt werden.

44 Wohneinheit könnten entstehen

Drei und ein Hektar groß sind die beiden Gebiete am südlichen Siedlungsrand Suchsdorfs. Das Stadtplanungsamt könnte sich dort eine Bebauung mit Reihen- und Doppelhäusern sowie Geschosswohnungen vorstellen, samt 30 Prozent geförderten Wohnungsbau.

Eine ähnliche Bebauung sei bereits am Wetterbek vorhanden, würde sich harmonisch einfügen und hätte geringste Auswirkungen auf die Nachbarschaft, so Dünckmann. Insgesamt könnten rund 44 Wohneinheiten entstehen, davon je 18 als Reihenhäuser beziehungsweise Geschosswohnungen und acht als Doppelhäuser. 

Doch um dort bauen zu können, braucht es eine Erschließung für den Bauverkehr, der für die notwendige Geländeerhöhung um 1,5 Meter rund 17 000 Kubikmeter Erdmasse vorsieht, transportiert in rund 1500 Lkw-Ladungen. Drei Varianten wurden erarbeitet: Die erste Variante führt durch den Holmredder und Rotenbek, die zwei anderen über den Steenbeker Weg ins Baugebiet, einmal mit und ohne temporärer Schwerlastbrücke über die Au.

Gesetzlich geschützter Biotope machen die Erschließung unmöglich

Bei den beiden letzteren Varianten wären die Kosten wesentlich höher und es habe dazu schon „sehr eindeutige Aussagen der Unteren Naturschutzbehörde gegeben“, so Thomas Stüber vom Stadtplanungsamt. Erhebliche Eingriffe in Lebensräume besonders geschützter Arten und gesetzlich geschützter Biotope machen die Erschließung unmöglich. „Artenschutzrecht ist Europarecht“, erklärte Stüber.

Das Thema werde zwar noch einmal aufgegriffen, aber es gebe wenig Hoffnung. Doch genau darauf setzen Anwohner und Ortsbeirat, denn die Variante über den Holmredder weckte mehrere Ängste: Anwohner berichteten über den Holmredder als stark befahrenen Radweg zu den Schulen.

Der Baustellenverkehr stelle eine Gefahr für die Kinder dar. Und es könne nicht sein, dass die Natur besser geschützt werde als der Mensch. Eine andere Befürchtung sei die Beschädigung der Straßen und die damit verbundenen Kosten. Denn zu den 1500 Lkw für die Erdaufschüttung kämen noch mal das Dreifache an Lkw für die Neubauten selber.

Stüber versuchte zu beschwichtigen: Die Stadt könne Maßnahmen zur Schulwegsicherung wie temporäre Parkverbote und eine Konzentration des Baustellenverkehrs auf Ferienzeiten treffen. Und Straßenreparaturen seien nicht umlagepflichtig. Zudem, so betonte er, sei die generelle Entscheidung, ob dort gebaut werde, ja noch nicht getroffen. 

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