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Kiel Zwei Säulen waren 2018 äußerst effektiv
Kiel Zwei Säulen waren 2018 äußerst effektiv
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09:30 23.01.2019
Von Niklas Wieczorek
Zweitaktivste Blitzersäule in Kiel 2018: Am Bahnhof in Höhe der Raiffeisenstraße löste die Kontrolle etliche Male aus. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

"Wir gehen davon aus, dass im Bereich des Hauptbahnhofs etwa 24.000, am Bernhard-Minetti-Platz circa 26.000 und bei den übrigen Stelen circa 30.500 Geschwindigkeitsüberschreitungen zu verzeichnen sind", sagt Arne Ivers, Sprecher der Stadt Kiel.

Stadt: Verkehrsberuhigung erfolgreich

"Eine derartig hohe Zahl an Verstößen ist aus Sicht der Verkehrsüberwachung natürlich nie erfreulich", sagt Ivers. Die Anzahl zeige aber, dass die neuen Blitzer-Standorte tatsächlich kontrollwürdig sind. Das hatte auch der Verkehrssicherheitsbericht der Polizei 2017 angezeigt. "Die nach den Messungen und Errichtung der Stelen festzustellende Beruhigung an den jeweiligen Orten sehen wir als Erfolg an", sagt Stadtsprecher Ivers.

ADAC-Sprecher: Verkehrsführung problematisch

Ulf Evert, Sprecher des ADAC Schleswig-Holstein, kennt den Standort am Bahnhof genau: "Hier gibt es wirklich eine problematische Verkehrsführung. Die Spuren von Bussen, Radfahrern und Pkw fließen ineinander." Die Folge sei klar: "Da gilt es einfach, langsamer zu fahren. Wenn die Blitzer dazu beitragen, ist das gut." Evert stellt klar: "Niemand muss sich blitzen lassen."

Bremsen scheint nicht leicht

Einen weiteren Effekt der Blitzersäulen erkennt der an einer Verkehrswende orientierte Verkehrsclub Deutschland: "Wir sind grundsätzlich für geringeres Tempo innerorts", sagt Frederik Meißner. Das scheint die größte Herausforderung für die Kieler Verkehrsteilnehmer: Denn die Standorte vor dem Bahnhof und am Minetti-Platz liegen beide in kurzen Tempo-30-Zonen. Hier reicht also entweder die Zeit zum Bremsen für die Verkehrsteilnehmer nicht aus oder deren Aufmerksamkeit.

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