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Kiel Neue Gastro-Meile direkt am Fleet
Kiel Neue Gastro-Meile direkt am Fleet
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18:21 26.09.2019
Von Jürgen Küppers
Die Brücken über den Holsten-Fleet stehen schon, das Gastro-Konzept von Ahmed-Reza Zirakbash auch. Auf zwei Geschossen des Ahlmann-Gebäudekomplexes (Hintergrund) soll nach seinen Plänen eine Art Markthalle sowie ein Veranstaltungszentrum entstehen.  Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Pläne von Halle-400-Chef Ahmed-Reza Zirakbash sind ambitioniert: Rund 2,5 Millionen Euro will der umtriebige Geschäftsmann in den Umbau der insgesamt 2000 Quadratmeter großen Flächen auf zwei Ebenen plus Außensitzplätze direkt an der neuen Wasserfläche investieren.

Das Konzept dafür ist in weiten Teilen bereits fertig: Im Erdgeschoss (neben McDonalds Richtung Holstenstraße) entsteht auf rund 650 Quadratmeter eine Art Markthalle mit unterschiedlichem Speisenangebot: Fisch, mediterrane Spezialitäten, Eis ("Giovanni L.") oder veganes Essen. Hinzu kommt noch eine Bar. 

Viele Sitzplätze direkt am Wasser in Kiel

Ebenfalls gastronomisch genutzt werden soll die rund 600 Quadratmeter große Fläche, die unmittelbar an der Holstenstraße in Kiel liegt, und derzeit noch in Teilen von Vodafone genutzt wird. Zirakbash könnte sich hier ein Café im portugiesischen Stil mit süßen Spezialitäten des Mittelmeer-Landes vorstellen oder sogar einen Jazzkeller im Untergeschoss: "Aber die Pläne dafür sind noch nicht ganz ausgereift."

Was aber schon sicher ist: Das Café soll sowohl an der Holstentraße (vor dem Leik) als auch direkt am Kanal über zahlreiche Außensitzplätze verfügen. "Schließlich ist das Wasser ja künftig die Attraktion in der Innenstadt, das sollen die Gäste auch genießen können."

Neue Geschäfte in der Innenstadt in Kiel

Oben wird in der Holstenstraße getanzt, gefeiert, gelauscht

Das ist aber noch nicht alles. Auch die obere Etage, in der die Tanzschule Ströhemann-Brinck ihre Räumlichkeiten hat, will Zirakbash nutzen. Die Tanzschule bleibt zwar künftig als Untermieterin weiter bestehen. Trotzdem will Zirakbash die auf drei Räume verteilte 840 Quadratmeter große Fläche im Herzen der Innenstadt für Veranstaltungen nutzen. Die Raumaufteilung sei je nach Veranstaltungsart variabel. Zwischen 200 und 1000 Besucher fänden dort Platz.

Auch die Ahlmann-Stiftung, der der Gebäudekomplex am Holsten-Fleet gehört, nimmt  2,5 Millionen Euro in die Hand. "Damit werden mehr als fünf Millionen Euro investiert, damit direkt am Fleet ein super spannender Ort der Begegnung entsteht", erklärte Peter Plambeck,  Geschäftsführer von GVI-Immobilien, die den Ahlmann-Komplex im Auftrag der Stiftung bewirtschaftet.

Unten gibt's am Fleet ein Brauhaus mit Bier-Sommeliers

Mittlerweile wird auch klarer erkennbar, was dort am anderen Ende des Erdgeschosses an der Ecke zur Küterstraße entstehen soll. Nach Informationen von KN-online will die Nordmann-Unternehmensgruppe (Hauptsitz im niedersächsischen Wildeshausen) in dem rund 300 Quadratmeter großen Ladenlokal, das derzeit noch von der Stadt als Baubüro genutzt wird, ein Braugasthaus einrichten. Zu diesem hochwertigen Konzept gehören außer Craft-Bieren auch Bier-Sommeliers zur Beratung der Gäste sowie selbst gebackenes Brot. 

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Das 1908 gegründete Familienunternehmen betreibt Braugasthäuser mit diesem Konzept bereits in Berlin ("Dolden Mädel") oder im Hamburger Schanzenviertel ("Altes Mädchen"). Wie das neue Lokal in Kiel heißen und aussehen soll, ist noch unklar. Die Unternehmenszentrale war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Streit über "Trendwende" in der Innenstadt in Kiel

Zur Verkündung weiterer guter Nachrichten zur geschäftlichen Belebung der Innenstadt hatte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) Kaufleute und Immobilienspezialisten zum Ortstermin in die künftige neuen Edeka-Filiale an der Holstenstraße unter dem Niu-Welly-Hotel geladen. 

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"Die Trendwende ist da und sie kommt mit Macht", jubelte Kämpfer angesichts insgesamt 20 neuer Geschäfte, Restaurants oder Hotels. Sein Kontrahent im OB-Wahlkampf, Andreas Ellendt (CDU), vermochte hingegen "überhaupt keine Trendwende" zu erkennen. Die neuen Geschäfte entsprächen sowohl preislich als auch qualitativ keiner hochwertigen Innenstadtentwicklung: "Ganz im Gegenteil, machen sie den bestehenden Geschäften künftig noch mehr Konkurrenz."

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