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Kiel Pfadfinder ziehen in renovierte Garage
Kiel Pfadfinder ziehen in renovierte Garage
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10:10 01.10.2019
Von Jennifer Ruske
Fassen beim Umbau der alten Garage in einen Gruppenraum für die Pfadfinder kräftig mit an (von links): Jörg Thon, Dorte Fischer, Laura Giza und Christian Jopen, Vorstand und Gruppenleiter der Pfadfinder-Siedlung Damiano Kiel.Jennifer Ruske Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

Fast ein Jahr lang dauerten die Umbau- und Renovierungsarbeiten der alten Garage neben dem Franziskaner-Kloster in Hassee, die jetzt mit dem letzten Pinselstrich ihren Schlusspunkt finden. Finanziert wurde das Projekt durch das Erzbistum Hamburg. Seit 2016 gibt es in Kiel bereits Pfadfinderaktivitäten unter dem Dachverband der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), dem größten Pfadfinderverband in Deutschland. Im November 2017 wurde die Siedlung Damiano offiziell gegründet – „als einzige Siedlung katholischer Pfadfinder in Kiel und als nördlichste Siedlung im Dachverband“, erklärt Christian Jopen vom Vorstand. Ihren Sitz hat die Siedlung auf dem Gelände des ehemaligen Klosters und der heutigen Liebfrauengemeinde im Krusenrotter Weg.

Zwei Gruppen mit 27 Kindern

Insgesamt 27 Kinder von sechs bis elf Jahren treffen sich in zwei Gruppen immer mittwochs bei den Hasseer Pfadfindern. „Bislang haben wir die Räume und den Park der Liebfrauengemeinde und des Klosters zum Spielen, Basteln und für Erlebnisse in der Natur genutzt“, erklären die Vorstandsmitglieder Jörg Thon und Laura Giza. Mal kamen die Wölflinge und Jungpfadfinder im Cafés unterm Kirchturm unter, mal in der Teeküche, mal wurden das Treppenhaus oder die Räume des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend genutzt. „Es ist super, dass wir hier in Liebfrauen überall willkommen sind“, lobt Jopen. „Doch eigene Räume zu haben, in denen man sich regelmäßig und verlässlich trifft und in denen man seine Sachen lassen kann, das ist schöner.“

Doppelgarage bot sich an

Den Wunsch nach einem eigenen Raum haben die Liebfrauengemeinde und das Erzbistum Hamburg, dem die Klosterräume gehören, der Gruppe schon vor rund einem Jahr erfüllt – und auch die dafür nötige Finanzierung zugesagt. Mit der ungenutzten, rund 30 Quadratmeter großen Doppelgarage auf dem Gelände am Krusenrotter Weg war schnell ein Ort für die Siedlung gefunden. Doch der musste erst renoviert werden. „Handwerker dafür zu finden, das hat Zeit gekostet“, sagt Jopen. Denn es reichte bei der Umwandlung der Garage nicht, nur ein wenig frische Farbe auf die Wände zu geben. „Wir haben die Räume insgesamt hergerichtet, das heißt die Wände innen und außen gedämmt, verputzt, eine Trockenbauwand und Fenster eingezogen sowie den Boden gefliest“, erklärt Karl Theißen, Geschäftsführer der Katholischen Jugend im Erzbistum. Auch Farbe habe man gekauft. Insgesamt habe das Erzbistum für die Renovierung etwa 50 000 Euro investiert. Man wolle damit der neuen DPSG-Siedlung die Gruppenräume ermöglichen, auch um die verbandliche Jugendarbeit zu stärken.

Noch fehlen die Möbel

Die Malerarbeiten in der Garage haben der Vorstand und die Gruppenleiter der Siedlung übernommen, um ebenfalls einen Anteil an der Raumverschönerung zu leisten. „Wir haben als Siedlung keine eigenen Mittel und sind dem Erzbistum daher unglaublich dankbar, dass es die Kosten der Renovierung übernommen hat“, sagt Jopen. Nun fehlen noch die Möbel – dann können die Treffen der Pfadfinder in eigenen Räumen starten. Die Gruppe der Wölflinge trifft sich mittwochs von 16.30 bis 18 Uhr, die der Jungpfadfinder am selben Tag von 17.30 bis 19 Uhr. Interessierte Kinder sind jederzeit willkommen. Die Siedlung sucht zudem junge Erwachsene über 18 Jahre, die Lust haben, eine Gruppe zu leiten. Der katholischen Glaubensgemeinschaft muss man übrigens nicht angehören: „Die Pfadfindertugenden zu leben, das ist nicht an eine Religion gebunden“, sagt Jopen.

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