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Kiel Ein Hügel voller Kinderfantasien
Kiel Ein Hügel voller Kinderfantasien
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10:03 10.07.2019
Von Jennifer Ruske
Ein Tunnel zum Durchkriechen war einer der Kinder-Wünsche für den neuen Spielbereich. Die Kinder helfen mit, ihn an die richtige Stelle zu schieben. Quelle: JR: Jennifer Ruske
Kiel

Auf Berge klettern, Tunnel erforschen und mit der Seilbahn wieder ins Tal rutschen: Spätestens im Herbst können sich Kinder auf dem Kinder-und Jugendbauernhof der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Mettenhof noch mehr austoben und dabei fantastische Abenteuer erleben. Auf dem Hof-Gelände im Skandinaviendamm 250 laufen derzeit die Bauarbeiten für einen neuen Spiel- und Bewegungsbereich. Die jungen Nutzer haben nicht nur mitentschieden, was gebaut wird, sondern dürfen auch tatkräftig mithelfen. 

Mehr Kinder brauchen mehr Platz

„Unser Spielbereich im unteren Teil des Geländes ist zu klein geworden“, erklärt Jens Lankuttis, der Leiter der offenen Kinder- und Jugendeinrichtung. Weil immer mehr Kinder kommen, wird es langsam eng rund um die Tenne, den Teich und die Tierställe. Um die Masse ein wenig zu entzerren, entsteht derzeit auf dem oberen Teil des insgesamt fünf Hektar großen Areals ein rund 1740 Quadratmeter großer, neuer Spiel- und Bewegungsbereich. Der frühere Sportplatz wird dafür umgebaut, der Bolzplatz hinter dem Kindergarten ein wenig verkleinert. Denn für die Wünsche der jungen Nutzer braucht es Platz. 

Etliche Tonnen Erde müssen bewegt werden

Platz brauchen auch die Kinder am Rande der Baustelle. Denn die dortige Warteschlange ist lang: „Als nächster bin ich an der Reihe“, sagt Kenny (11). Vor allem die Jungs brennen darauf, einmal mit dem Radlader mitfahren zu dürfen und zusammen mit Awo-Mitarbeiter Andreas Makaryk die großen Hügel aufzuschieben, die die Basis des neuen Bewegungsbereiches bilden. Etliche Tonnen Erde müssen dafür bewegt werden. Derweil sind Larissa (9), Dario (6), Damian (8) und die anderen Kids dabei, zusammen mit Dirk Klein und Daniel Beisert den Tunnel in Position zu rücken. Der soll später mit Erde bedeckt werden. Doch dafür muss er erst mal richtig liegen. Es gibt viel zu tun – für das Bauernhof-Team und für die jungen Helfer. Deren Mitarbeit ist – anders als auf anderen Baustellen – übrigens gewünscht. „Sie sind es, die den Spielbereich später nutzen sollen“, sagt Jens Lankuttis. Und deswegen sollen sie ihn auch gestalten dürfen. Das gehört mit zum (erlebnis-)pädagogischen Konzept der offenen Kinder- und Jugendreinrichtung. 

Beteiligungsprozess im Sommer 2018

Die Mitwirkung fing bei der Planung an. „Wir haben im Sommer 2018 mit rund 30 Kindern einen Beteiligungsprozess durchgeführt, bei dem sie ihre Ideen kreativ umsetzen konnten“, sagt Lankuttis. Mit dabei waren auch Fabio (8) und Janek (12), die ihr gebasteltes Modell mit einer Seilbahn, Schaukeln und Klettertürme ausstatteten. „Die anderen Kinder haben ein Labyrinth, eine Wasserrutsche, eine Kletterananas, ein Schwimmbecken und so was gebaut“, erzählen die beiden Jungs. Weil nicht alle Wünsche umgesetzt werden können, haben die Kinder entschieden, dass es mindestens was zum Klettern und Toben, einen Tunnel und eine Seilbahn geben müsse. „Und genau das wird jetzt umgesetzt“, sagt Lankuttis

Geplante Doppelseilbahn

In den Sommerferien sollen die Hügel aufgeschichtet, der Rundweg zum Spielbereich von Schutt und Steinen befreit und ein Klettertau montiert werden. Als erstes Gerät wird in den kommenden Tagen noch eine Reckstange aufgestellt. „Die konnten wir uns dank der Theatergruppe Klamottenkiste leisten“, sagt Lankuttis. 1000 Euro kamen in deren Spielzeit 2019 zusammen, die die Theaterleute dem Awo-Hof spendeten. Die weiterhin geplante Doppelseilbahn soll ebenfalls aus Spenden finanziert werden. „Die hoffen wir, im Herbst zusammen zu haben, um dann die Bahn aufzubauen“, so Lankuttis. Den Rest der Baukosten von über 10 000 Euro finanziert die Awo aus Eigenmitteln. 

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