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Kiel So viel Kiel war selten im Tatort
Kiel So viel Kiel war selten im Tatort
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16:56 07.08.2019
Von Steffen Müller
Am letzten Drehtag stellten sich die Tatort-Schauspieler Almila Bagriacik, Enno Trebs, Axel Milberg und Soma Pysall (v.l.) vor der Kieler JVA den Fragen der Presse. Quelle: fpr: Frank Peter
Kiel

"Ich habe drauf gedrängt, dass kein Etikettenschwindel betrieben wird", sagt Axel Milberg am letzten Drehtag vor den Toren der Kieler Justizvollzugsanstalt an der Faeschstraße. Der in Düsternbrook aufgewachsene Hauptdarsteller, der in "Borowski und der Fluch der weißen Möwe" zum 35. Mal in die Rolle des kauzigen Kommissars Klaus Borowski schlüpft, hatte sich nach den letzten Krimis intern dafür stark gemacht, dass der Tatort wieder vermehrt in Kiel gedreht wird.

Viele Luftaufnahmen von Kiel

Und die Forderung wurde von den Produzenten erhört. Nicht nur in der Bergstraße wurde eine actionreiche Szene gedreht, weitere Schauplätze sind an der Kiellinie, unter der Holtenauer Hochbrücke, in Mettenhof und in Gaarden. Darüber hinaus gibt es viele Bilder aus der Luft, die von einer Drohne und vom Hochhaus im Sandkrug gemacht wurden. "Die Aufnahmen sind super geworden", verspricht der Produzent Johannes Pollmann. "Wir hatten einen sensationellen Ausblick. Von oben sieht Kiel einfach klasse aus." Ganz so einfach seien die Dreharbeiten auf dem Hochhaus-Dach aber nicht gewesen, da das Wetter Kiel-typisch immer wieder umschlug und es sehr windig war. Besonders zu kämpfen hatte Regisseur Hüseyin Tabak, der unter Höhenangst leidet. 

In der Auftaktszene von "Borowski und der Fluch der weißen Möwe" rast ein Polizeiwagen zu einem Einsatz und kollidiert fast mit zwei anderen Autos.

Viel Empathie für Tatort-Dreh

Das hat dem Filmemacher aber nicht den Spaß an der Arbeit genommen, was auch an der Kooperation mit der Stadt lag. "Wir sind hier freundlich empfangen worden, in Kiel gibt es noch viel Empathie für das Format." Aus Erfahrung berichtet Tabak, dass andere Städte nicht so offen für Filmarbeiten seien. "Wir konnten drehen, wo wir wollten. Der Tatort gehört zu den Borowski-Folgen, in denen sehr viel von Kiel zu sehen sein wird." Genutzt wurde vor allem die Nähe zum Wasser und die Tierwelt in der Stadt. Dass eine Möwe titelgebend ist, stellte sich erst nach einer Vor-Ort-Besichtigung durch das Regie-Team heraus. "Möwen sind hier omnipräsent, man hört sie sogar im Schlaf. Da war schnell klar, dass sie motivbegleitend werden", sagt Tabak, der das erste Mal für einen längeren Zeitraum in Kiel war. 

Hauptdarstellerin mit Faible für Möwen

Besonders gefreut über die Tier-Wahl hat sich die zweite Hauptdarstellerin Almila Bagriacik, deren Unterarm ein Möwen-Tattoo ziert, das im Tatort auch zu sehen sein wird. Zum vierten Mal ermittelt die 29-jährige Berlinerin in der Rolle der Mila Sahin gemeinsam mit Kommissar Klaus Borowski, viel gesehen von der Stadt hat sie außer den Drehorten allerdings noch nicht. "Ich wünsche mir, dass Axel (Milberg) und ich endlich die Zeit für einen Spaziergang durch Kiel finden, damit er mir seine Heimatstadt zeigt."

Autoren schon einmal für Kieler Tatort verantwortlich

Dass der Tatort so Kiel-lastig geworden ist, liegt in erster Linie am Drehbuch, das Eva und Volker A. Zahn geschrieben haben. Das Ehepaar zeichnete auch schon für "Borowski und die Kinder von Gaarden" aus dem Jahr 2015 verantwortlich, der fast ausschließlich in dem Stadtteil spielte. "Borowski und der Fluch der weißen Möwe", der voraussichtlich 2020 ausgestrahlt wird, sei ein etwas anders gestrickter Tatort, erzählen die Autoren. Die Täterin ist gleich zu Beginn bekannt. Die Polizeischülerin Nasrim Erkmen (Soma Pysall) ersticht während eines Workshops einen Kollegen, kann sich an die Tat aber nicht erinnern und schweigt. Für Borowski und Sahin beginnt eine Suche in der Vergangenheit der jungen Mörderin...

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