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Kiel Vielfraß mit Heißhunger auf Müll
Kiel Vielfraß mit Heißhunger auf Müll
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08:00 24.01.2019
Von Petra Krause
Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (rechts) probiert unter den fachkundigen Blicken von ABK-Mitarbeiter Alessandro Krummbein den neuen Elektromüllsauger Glutton aus. Quelle: Sven Janssen
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Kiel

Vor allem im Bereich des Hauptbahnhofes und in der Holstenstraße soll sich Glutton an für Kehrmaschinen schlecht zugänglichen Orten mit Müll vollschlingen. Selbst kleinste Ritzen sind für den 21200 Euro teuren, selbstfahrenden Abfallsauger gut zugänglich – die Maschine kann auch an Gittern und Abläufen steckende Abfälle problemlos aufnehmen.

Im Einsatz für eine saubere Stadt

Zudem ist der 400 Kilo schwere Glutton auf allen Untergründen einsetzbar und kann auch Laub und Hundekot von Rasenflächen oder Sand aufnehmen. „Diese durchdachte, umweltfreundliche und leistungsfähige Lösung wird den Abfallwirtschaftsbetrieb Kiel (ABK) gut dabei unterstützen, die Kieler Innenstadt aufzuräumen“, lobte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer, der sich bei der Jungfernfahrt von der starken Saugkraft überzeugen konnte. Angetrieben von einem Elektromotor, geht der Glutton sogar so leise vor, „dass wir tagsüber in der Innenstadt sauber machen können, ohne die Leute zu stören“, so Kämpfer. Und: „Wenn es funktioniert, schaffen wir mehr davon an.“ Das Ziel ist klar: „Die Stadt muss sauber sein.“ In der Innenstadt sind dafür inzwischen zwei zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz.

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Kampf den Kaugummis

Für Michael Müller, Leiter der ABK-Straßenreinigung, hat der Glutton vor allem den Vorteil, „dass die Arbeit weit weniger belastend ist als die körperlich anstrengende manuelle Reinigung mit dem Besen". Er versprach: „Auch die Entfernung festgetretener Kaugummis wollen wir besser in den Griff bekommen.“ Dafür seien bereits zwei Heißluft-Handgeräte bestellt. Während der letzten Reinigungsaktion, bei der 18000 Quadratmeter Fläche in Auftrag gegeben worden seien, „haben wir 40000 Euro ausgegeben. Dafür kann ich einen Mitarbeiter einstellen“, so Müller.

Maßnahmen gegen illegalen Müll

„Wir müssen uns nicht nur in der Innenstadt um Sauberkeit bemühen“, ist Kämpfer bewusst. Auf dem Ostufer ist seit Ende vergangenen Jahres bereits das ebenfalls neu angeschaffte elektrische Hundekotmobil „Twizy“ unterwegs. Zudem hat der ABK im Rahmen des Programms „Gaarden hoch zehn“ die Maßnahmen gegen „illegale Müllablagerungen“ verstärkt. „Wir haben rund 45 wilde Ablagerungen in der Woche ermittelt und die Abfuhr entsprechend darauf eingestellt“, sagte Müller. So wird alles, was auf öffentlichen Wegen oder städtischem Grund liegt, zweimal zusätzlich abgefahren. Dabei handelt es sich sowohl um Sperrmüll als auch normalen Müll.

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