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Kiel Stadt hält sich mit Zusagen zurück
Kiel Stadt hält sich mit Zusagen zurück
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18:00 14.05.2019
Von Jürgen Küppers
Ruhe auf dem Platz: Noch hält sich die Stadt zurück, wann und wie sie das Holstein-Stadion neu gestalten will. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Obwohl die provisorische Osttribüne im Holstein-Stadion für rund 7500 Zuschauer mittlerweile fertig ist, sitzt dem Zweitligisten trotzdem noch die Zeit im Nacken. Wie von KN-online berichtet, erteilte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) Holstein Kiel zwar eine Lizenz für die Erste und und Zweite Liga – allerdings nur mit der Auflage, bis zum 1. Juli ein Konzept für den endgültigen Ausbau des Stadions vorzulegen.

Der Verein beauftragte inzwischen das Architekturbüro AX5 mit entsprechenden Vorplanungen. Die Stadt hält sich allerdings weiterhin mit konkreten Zeitplänen oder finanziellen Zusagen eines Stadionneubaus zurück. „Wir werden alles mit Ruhe und Gelassenheit prüfen“, erklärte Sportdezernent Gerwin Stöcken im Sportausschuss.

Kosten für neues Holstein-Stadion sind "kein Kinderkram"

Schließlich seien die Millionen, die der Ausbau voraussichtlich kosten werde, "kein Kinderkram“. Maximal könnten Ausbaukosten von 30 Millionen Euro mit einem städtischen Anteil von bis zu zehn Millionen überhaupt gefördert werden: „Da müssen wir dem Land gegenüber maximal gut argumentieren können.“

Um so einen „kompletten Neustart“ des Stadions hinzubekommen, müssten in einem Bebauungsplan noch viele Komponenten beispielsweise zur Stadion-Größe und -Konzeption sowie deren Finanzierbarkeit abgewogen werden.

Kein Groll des Vereins trotz unklarem Zeitplan der Stadt

„Darüber sollten wir in Ruhe nachdenken und dürfen uns nicht von der DFL hetzen lassen“, betonte Stöcken, der nach aktuellem Stand davon ausging, dass der Sportausschuss „voraussichtlich noch in diesem Jahr“ entsprechende Beschlüsse fasst.

Der Sprecher von Holstein Kiel, Wolf Paarmann, macht der Stadt trotz ihres unklaren Zeitplans keinen Vorwurf. „Denn wir wissen, dass sie uns grundsätzlich unterstützt.“ Außerdem werde es sicher noch eine ganze Weile dauern, bis sie einen Bebauungsplan auf den Weg bringen könne.

DFL will in Kiel kein Dauer-Provisorium

Andererseits sei die DFL mittlerweile „etwas misstrauisch“ geworden, dass es auch auf längere Sicht bei der jetzt fertiggestellten provisorischen Holstein-Tribüne bleiben könnte. Hintergrund dafür seien die beiden erfolglosen Ausschreibungsrunden für den Bau einer festen Osttribüne mit veranschlagten Kosten von mehr als zehn Millionen Euro gewesen. Für diesen Großauftrag hatten sich bis Anfang 2019 allerdings keine Generalunternehmer gefunden (KN-online berichtete).

Trotz der DFL-Fristsetzung zum künftigen Stadionkonzept sei der Verein „relativ entspannt“, erklärte Wolf Paarmann weiter. Auch Holstein-Geschäftsführer Wolfgang Schwenke sah im Sportausschuss keinen Grund in Hektik zu verfallen: „Durch die Fertigstellung der provisorischen Tribüne haben wir wichtige DFL-Auflagen erfüllt und damit erst einmal zwei bis drei Jahre Zeit gewonnen, bis alle Pläne für ein neues Stadion vorliegen müssen.“ Schließlich biete das Stadion jetzt insgesamt 15.034 Zuschauern Platz – einschließlich 4000 überdachter Sitzplätze.

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