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Kiel Zahl der Autoeinbrüche kräftig gestiegen
Kiel Zahl der Autoeinbrüche kräftig gestiegen
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11:01 27.05.2018
Von Annette Göder
Andreas Mausolf, stellvertretender Leiter der Polizeistation Kiel-Dietrichsdorf stellte im Ortsbeirat die Kriminalitätsanalyse 2017 für den Stadtteil vor. Quelle: Annette Göder
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Kiel

Insgesamt 928 Straftaten wurden im vergangenen Jahr in Neumühlen-Dietrichsdorf angezeigt, von denen 48,2 Prozent aufgeklärt wurden. Damit sind 26 Fälle mehr als im Vorjahr registriert worden. Doch die leichte Steigerung von knapp drei Prozent wertete Mausolf statistisch als bedeutungslos: „Die Taten sind auf 365 Tage verteilt.“ Unbestritten sei aber, dass jede Straftat eine zu viel sei.

Während im Jahr 2016 insgesamt 23 Straftaten mit gefährlicher und schwerer Körperverletzung angezeigt wurden, waren es im Jahr 2017 genau elf. Neun von ihnen wurden aufgeklärt. Im Jahr 2016 kamen neun Raubüberfälle zur Anzeige, im Folgejahr 13, von denen sieben aufgeklärt wurden.

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Mausolf freute sich, berichten zu können, dass es im Stadtteil – entsprechend den Gesamttendenzen in Kiel – weniger Einbrüche gab. Die Zahl betrug für den Wohnraum im Jahr 2017 insgesamt 16, und damit 13 weniger als im Jahr zuvor. Speziell bei den Einbrüchen in Kellern und auf Dachböden sei die Zahl von 24 auf 17 gesunken. Gesunken ist auch die Zahl der Drogendelikte. Während im Jahr 2016 insgesamt 31 Fälle verzeichnet wurden, waren es im Jahr 2017 insgesamt zehn weniger.

In der Kriminalstatistik spielt auch die Zahl der Autoeinbrüche eine Rolle. Hier liegt eine deutliche Steigerung vor. Während im Jahr 2016 insgesamt 15 Fälle verzeichnet wurden, waren es ein Jahr später elf mehr. „Es gibt keine Brennpunkte“, informierte Mausolf. „Die Tatorte sind verstreut; das sind wohl Gelegenheitstäter.“

Die Polizeibeamten gingen auch auf Entwicklungen bei den Straftaten in Neumühlen-Dietrichsdorf gegen die sexuelle Selbstbestimmung ein. Im Jahr 2016 gab es insgesamt fünf Anzeigen; im Jahr 2017 waren es zwölf, von denen zehn aufgeklärt wurden. Die Beamten sehen die Steigerung unter anderem in der Änderung des Strafrechts begründet. Zwei Paragrafen zu sexueller Belästigung und Straftaten aus Gruppen sind ins Strafgesetzbuch aufgenommen worden. Hinzu komme eine Enttabuisierung des Themas.

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