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Kiel Kiel setzt auf Lösung im Abwasser-Streit
Kiel Kiel setzt auf Lösung im Abwasser-Streit
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08:00 04.07.2018
Von Martina Drexler
Klärwerk Bülk: Der Streit um die Abwasserbeseitigung hat das Nachbarschaftsverhältnis in der Vergangenheit stark belastet. Quelle: Sonja Paar
Kiel

Die Zustimmung in der Ratsversammlung gilt als sicher, da bereits drei Fachausschüsse die Vorlage einmütig beschlossen haben. Damit geht Kiel als erste Kommune an den Start, um mit Hilfe von Musterverträgen mit dem Umland und dem Abwasserzweckverband Ostufer Kieler Förde die Mitnutzung der Entwässerungseinrichtungen und der Schmutzwasserbehandlung neu zu gestalten.

Mehrere Gemeinden wollten vor dem Verwaltungsgericht klagen

Der Streit verschärfte sich, als die Gemeinden vor vielen Jahren von Kiel die Rückzahlung von 20 Millionen Euro verlangten. Nach ihrer Einschätzung haben sie zu viel dafür gezahlt, dass Kiel ihre Abwässer im Klärwerk Bülk beseitigt. 2012 einigte man sich mit Kiel in einer Absichtserklärung auf die Zahlung von zehn Millionen Euro, um den Weg zu einer gemeinsamen Abwasseranstalt vorzubereiten. Oberbürgermeister Ulf Kämpfer machte jedoch 2015 einen Rückzieher, zumal das städtische Rechtsamt die Stadt auf der rechtlich sicheren Seite sah. Mehrere Umlandgemeinden wollten danach vor dem Verwaltungsgericht klagen. Seit drei Jahren nun liefen die Verhandlungen - mit einem Ergebnis, das Kämpfer als Meilenstein wertet.

Stadt zahlt mehr als zehn Millionen Euro an das Umland

Bisher zahlen die Umlandgemeinden für den  Zulauf von Frischwasser und Fremdwasser, die Kieler nur für den Frischwasseranteil. Bei Fremdwasser handelt es sich um Wasser, das ungewollt in die Kanalisation eindringt. Künftig sollen alle die Fremdwasser-Kosten gemeinschaftlich tragen. Dafür beteiligt sich das Umland erstmals auch an den Ersatzinvestitionen für das Klärwerk Bülk, an den Zinsaufwendungen für dessen Anlagevermögen und den Kosten des gesamten öffentlichen Entwässerungskanalnetzes. Diese Systemumstellung  hat zu einer neuen Bewertung geführt: Die Stadt Kiel ist bereit, 10,196 Millionen Euro einmalig an Zinsvorauszahlungen an das Umland zu zahlen.

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