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Kiel Gaarden: Schlechtes Pflaster für Radler
Kiel Gaarden: Schlechtes Pflaster für Radler
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08:08 27.09.2019
Von Martin Geist
Auch vernünftige Radfahrer flüchten in Gaarden wegen des Kopfsteinpflasters auf den Straßen oft auf die Bürgersteige. Quelle: Martin Geist
Kiel

Bedenken im Ortsbeirat gibt es unter anderem gegen einen beidseitigen Schutzstreifen für Radfahrer auf der Preetzer Straße. Auch die geplante sehr breite Premium-Radroute entlang der Werftstraße wird von den Stadtteilvertretern skeptisch gesehen. Das Argument lautet in beiden Fällen: Sowohl die Preetzer Straße als auch die Werftstraße dienen bei Staus auf dem Theodor-Heuss- beziehungsweise dem Ostring als wichtige Ausweichstrecken. Verengungen würden in solchen Situationen unweigerlich zum totalen Chaos führen.

Verärgert zeigte sich Ortsbeiratsvorsitzender Bruno Levtzow (SPD), dass die Verwaltung gegenüber dem Bauausschuss bekundet hat, sein Gremium habe der Trasse auf der Werftstraße zugestimmt. Stattdessen wurde das Thema im Juni vertagt, weil der Ortsbeirat zunächst einen umfassenden Überblick über alles haben wollte, was sich im Stadtteil für Fußgänger und Radfahrer verbessern soll.

Tiefbauamt stellt kleine und große Projekte vor

Einen solchen Überblick erhielt nun immerhin die weniger formell organisierte Gaardener Runde. Christian Stamer vom Tiefbauamt nannte zahlreiche größere und kleinere Projekte, die dazu beitragen sollen, dass auf dem Ostufer mehr Rad gefahren wird. Mit diesem Verkehrsmittel werden dort nur elf Prozent der Wege zurückgelegt, im Durchschnitt der Stadt sind es 17 Prozent.

Dass gerade auch Gaarden stark hinterher hinkt, hat für Frederik Meißner von der Initiative Fahr-Rad-Gaarden mehrere Gründe. Das zahlreich vorhandene Kopfsteinpflaster zwinge die Radler auf die Gehwege und führe zu Konflikten mit Fußgängern. Auch mangele es an attraktiven Routen hinein in den Stadtteil und ebenso innerhalb des Stadtteils. Und schließlich seien vorhandene Radwege häufig durch Falschparker blockiert.

Rad-Initiative will asphaltierte Nord-Süd-Verbindung 

Eindringlich plädiert die Rad-Initiative dafür, endlich die seit Jahren auf Eis liegende asphaltierte Nord-Süd-Verbindung entlang der Elisabeth- und Bielenbergstraße herzustellen. Diese Fahrradstraße würde nach Überzeugung von Meißner einen „großen Schritt nach vorne“ bedeuten. Schon jetzt und wegen der Bebauung auf dem Posthof sowie an der Hörn künftig noch viel mehr eine Schwach- oder besser gesagt Engstelle sei die Klappbrücke zwischen Ost- und Westufer, mahnte Meißner außerdem.

Hier müsse sich die Stadt dringend etwas einfallen lassen. Um das Radfahren, das zu Fuß gehen und nicht zuletzt die Aufenthaltsqualität attraktiver zu machen, plädiert die Initiative darüber hinaus grundsätzlich für mehr Tempo 30 und weniger Parkplätze in Gaarden.

Untersuchung soll Konsequenzen fürs Parkmanagement aufzeigen

Das Thema Parken hat derzeit auch die Stadt auf dem Zettel. Eine großangelegte Untersuchung soll bis zum kommenden Jahr zeigen, wer wo wie lange und zu welchem Zweck sein Auto abstellt. Daraus sollen dann Konsequenzen fürs Parkmanagement abgeleitet werden, und das im Fall von Gaarden ausdrücklich unter Einbeziehung des schwach ausgelasteten Parkhauses.

Schon Handfestes konnte in der Runde derweil Philipp Walter von der Sprottenflotte der Kiel Region verkünden. Seit kurzer Zeit befindet sich auf dem Vinetaplatz eine Station für die für 30 Minuten kostenlosen Leihfahrräder, weitere Stationen sind nach seinen Angaben für den Alfons-Jonas-Platz und die Technische Fakultät an der Kaiserstraße ins Auge gefasst.

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