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Kiel Junger Kieler erfindet E-Sport-Handtuch
Kiel Junger Kieler erfindet E-Sport-Handtuch
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18:24 02.04.2019
Von Laura Treffenfeld
Durch ihr E-Sport-Handtuch sollen schwitzige Hände bei Gamern der Vergangenheit angehören. Die Brüder August (13, links) und Paul (16) Dörner machten aus ihrer Idee ein Business. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

E-Sport, Gaming oder das Zocken am Computer, das mag nicht jedem ein Begriff sein. Für viele, gerade junge Leute ist das Spielen an der Konsole aber eine ernstzunehmende Sportart, die sogar schon als olympische Disziplin gehandelt wurde. Und wie beim Sport so üblich, kann man da auch schon einmal ins Schwitzen kommen. Das hat den 13-jährigen Kieler August Dörner, seines Zeichens Hobby-Spieler, gestört. Kurzerhand erfand er zusammen mit seinem drei Jahre älteren Bruder Paul das erste E-Sport-Handtuch gegen schwitzige Hände. Ab dem 7. April kann es online erworben werden.

Handtuch sollte anders aussehen

„Am Anfang war das nur eine Idee, und ich habe mal recherchiert, ob es so ein Handtuch schon irgendwo gibt“, sagt August. „Als ich es nirgends entdecken konnte, habe ich mir überlegt, es selbst zu machen.“ Das war vor einem dreiviertel Jahr, kurz vor den letzten Sommerferien. Die beiden Jungs machten sich über Material, Form und Farbe sowie die Zielgruppe Gedanken. „Uns war wichtig, dass es anders aussieht als ein normales Handtuch, einfach cooler – und dass es klein und portabel genug ist, um es überall mit hinnehmen zu können“, sagt Paul.

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Die Eigenschaften: leicht, antibakteriell und schnell trocknend

Durch einen Freund der Familie, der über seine Tätigkeit im Im- und Exportgeschäft häufig mit chinesischen Herstellern zu tun hat, kam der Kontakt zu einer Textilfirma zustande. Deren Steckenpferd ist eine spezielle Kunstfaser. „Die ist super leicht, antibakteriell und schnell trocknend“, erklärt August. „Am einfachsten ist es, wenn man sich das Handtuch beim Spielen über die Beine legt, dann kann man immer zwischendurch schnell die Hände darüber abstreichen.“

Brüder telefonierten mit chinesischen Firmenvertretern

Nachdem die Jungs die ersten Video-Gespräche mit den chinesischen Firmenvertretern geführt hatten, war schnell klar: Aus der Idee kann etwas werden. „So richtig bewusst wurde mir das Ganze dann, als wir unser Produkt beim Patentamt angemeldet haben“, erzählt August. Jan-Willem Wulff, besagter Freund der Familie, bestätigt, dass der überwiegende Arbeitsaufwand bei den Brüdern lag. „Ich bin absolut fasziniert davon, was die beiden in ihrem Alter auf die Beine stellen wollten und daher war ich selbst so Feuer und Flamme von dem Projekt.“

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Die ersten Vorbestellungen sind schon eingegangen

1000 Stück Mindestbestellung mussten die Brüder der chinesischen Firma abnehmen. Finanziert haben sie das ganz alleine. „Also als ich zehn Jahre alt war, habe ich zur Kommunion Geld bekommen und Paul später zur Firmung. Und unsere Großeltern haben uns auch unterstützt“, sagt August. Auf ihrer selbst erstellten Website kann man die Handtücher nun online kaufen und demnächst liefern lassen. Es gibt sie in zwei Farben und mit Schutzhülle zum Anklippen – zum Beispiel an den Rucksack. Das erste Dutzend e-Sport-Handtücher der Marke AKGear sind bereits vorbestellt worden.

Online-Geschäft startet am 7. April

Den Versand der Handtücher übernimmt nun eine Firma in Düsseldorf, dazu hätte den Schülern der Kieler Gelehrtenschule die Zeit gefehlt. Jeden Tag verfolgen sie jedoch, wie viele Vorabbestellungen schon eingegangen sind. Je näher der 7. April rückt, das Startdatum für ihr Online-Geschäft, desto mehr wächst die Neugier und die Aufregung. „Wir müssen natürlich realistisch sein, aber wenn das alles gut laufen sollte, dann haben wir auch schon Ideen für weitere Produkte“, erzählt Paul.

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