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Kiel Kiel hat eine neue Attraktion in Aussicht
Kiel Kiel hat eine neue Attraktion in Aussicht
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06:15 30.10.2019
Von Jürgen Küppers
In Meerestiefen abtauchen konnten die Besucher im Ocean Dome. Jetzt soll der Kuppeldom möglicherweise ein dauerhaftes Domizil in Kiel bekommen. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Sperriger Arbeitstitel: „Maritime Adventure & Environment Center zur Meeresvisualisierung“. Entstehen soll diese Mischung aus Info- und Erlebniszentrum rund um das Generalthema Meer im Geomar-Gebäude. Denn das könnte nach dem Umzug der Meereswissenschaftler von der Kiellinie in die Neubauten am Seefischmarkt absehbar für neue Zwecke zur Verfügung stehen.

Uwe Wanger: Erlebniszentrum auch in Kiel „stimmig und nötig“

Ob und wann das maritime Erlebniszentrum kommt, ist allerdings noch völlig offen. Selbst der Umzugstermin der Meeresforscher steht noch nicht fest. „Außerdem muss das Land als Eigentümer der Immobilie bei den Plänen mitspielen“, betont Kiel-Marketing-Chef Uwe Wanger, der mit einem Planungs- und Realisierungszeitraum von „mindestens fünf Jahren“ rechnet.

Ein erster Schritt ist allerdings schon getan: Das ehrgeizige Projekt ist einer der visionären Bausteine im aktuellen Regionalen Tourismusentwicklungskonzept Kieler Förde 2030 (TEK), das das Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa (NIT) jetzt vorlegte. Auch Uwe Wanger hält so ein wissenschaftlich fundiertes Erlebniszentrum nach ähnlichen Vorbildern wie dem „Universum“ (Bremen) oder der „Phaeno“ (Wolfsburg) auch in Kiel für „stimmig und nötig“. „Schließlich ist Kiel nicht nur Meeresschutzstadt. Das Thema Meer prägt die Stadt in vielen Facetten von der Wissenschaft über den Sport bis hin zu Großveranstaltungen wie der Kieler Woche.“

Kiel: Ocean Dome als Lösung?

Einen wichtiger „Baustein“ für so ein maritimes Info- und Erlebniszentrum hat der Kiel-Marketing-Chef schon im Auge: den „Ocean Dome“, der Anfang Oktober in einer Woche mehr als 13000 Besucher in den Kuppelbau mit spektakulären 360-Grad-Filmvorführungen zum Thema Meeresforschung an die Kiellinie neben Geomar lockte.

Auch die Stadt zeigte sich von den Möglichkeiten und der Zugkraft des Ocean Dome beeindruckt. „Derzeit laufen erste Überlegungen, ob es möglich ist, auf Basis der ersten Erfahrungen daraus ein dauerhaftes Angebot zu entwickeln und wie dieses konkret aussehen kann“, ließ Wirtschaftsreferatsleiter Jörn Genoux verlauten. Ziel der Stadt sei es, ein deutlich wahrnehmbares Profil als Meeresschutzstadt zu entwickeln. Dazu könne ein Ocean Dome „ganz erheblich“ beitragen. Außerdem wäre er ein touristischer Magnet.

Konzept muss noch ausgearbeitet werden

Doch ein dauerhafter Ocean Dome ist für Uwe Wanger nur ein Element von vielen eines noch zu erstellenden Konzeptes für ein maritimes Info- und Erlebniscenter. Neben fundierten Infos zum Ökosystem der Meere, ihrer Artenvielfalt, ihrem ökologischen Zustand oder Nutzung der Meere schweben Uwe Wanger aber noch weitere Attraktionen vor: zum Beispiel Sport- und Freizeitangebote von Segeln bis Tauchen oder gar ein Glastunnel am Fördeboden, um das Meer erlebbar zu machen. „Kiel braucht angesichts von immer mehr Besuchern ganz dringend so einen Publikumsmagneten.“

Das absehbar frei werdende Geomar-Gebäude an der Kiellinie ist aus Wangers Sicht ein „hervorragender Ort dafür“. Schließlich kämen hier wissenschaftliche Expertise, Publikumssympathie durch das Seehundbecken, Möglichkeiten für Wassersport sowie Räumlichkeiten für Ausstellungen und Aktionen auf ideale Weise zusammen. „Diese Gelegenheit zur Nutzung des Gebäudes für ein maritimes Info- und Erlebniszentrum sollte sich die Stadt auf keinen Fall entgehen lassen.“

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