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Kiel Verkehr: Kooperation will alles prüfen
Kiel Verkehr: Kooperation will alles prüfen
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08:41 29.04.2019
Von Kristian Blasel
Die Demonstration auf dem Theodor-Heuss-Ring am vergangenen Freitag in Kiel: Die Kooperation im Kieler Rathaus will den öffentlichen Nahverkehr deutlich günstiger machen und dafür alle Finanzierungsmöglichkeiten prüfen. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Im Zentrum der Politik von SPD, Grünen und FDP soll ein deutlich günstigerer öffentlicher Nahverkehr stehen. „Wir sind überzeugt, dass das Ein-Euro-Ticket nicht nur die Fahrgastzahlen deutlich stärken würde“, sagten zum Wochenende Achim-Heinrichs (SPD), Dirk Scheelje (Grüne) und Christina Musculus-Stahnke (FDP). Die Kooperation macht sich zugleich für eine „offene Zukunftswerkstatt ÖPNV“ stark – unter Beteiligung von Land, Nah.SH, KVG, SFK Kiel sowie Umweltverbänden und weiteren Akteuren. „Dabei sollen alle Varianten der Finanzierung, von der Umlage bis zur Steuerfinanzierung, unvoreingenommen diskutiert werden, damit die Verkehrswende nicht schon im Ansatz stecken bleibt.“

TKKG betont Einigkeit der Demonstranten auf dem Theodor-Heuss-Ring

Nach der Demonstration gegen den Autoverkehr am Freitag in der Kieler Innenstadt und auf dem Theodor-Heuss-Ring präsentierte die Polizei eine „gemischte“ Bilanz. Die „Turboklimakampfgruppe Kiel“ (TKKG) wehrte sich gegen den Eindruck, dass es innerhalb der Demonstranten eine Spaltung gegeben habe. „Die Straßenblockade hat gezeigt, dass viele Menschen auch bereit sind, einen Schritt weiter zu gehen, um den Autoverkehr einzudämmen“, sagte die Versammlungsleiterin Irene Thesing. Inhaltlich seien sich alle einig, es gebe „nur eben unterschiedliche Aktionsformen“.

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Fotostrecke: Demo auf dem Theodor-Heuss-Ring

Kampf für den Umweltschutz: Nichts ging mehr auf dem Theodor-Heuss-Ring in Kiel in Fahrtrichtung Eckernförde. Am 26. April 2019 wurde die viel befahrene Straße für eine Demonstration gesperrt.

Erst um 19.07 konnte am Freitag die Fahrbahn in Kiel wieder genutzt werden

Gegen 16.30 Uhr hatte die Organisatoren am Freitag „den sitzenden Teil nicht mehr als zu sich gehörig“ erklärt, wie es im Polizeibericht heißt. Der Kreis wurde daraufhin von der Demonstration ausgeschlossen. Die Blockierer meldeten daraufhin eine eigene Spontandemonstration an. Während der ursprüngliche Demonstrationszug sich danach in weiten Teilen auflöste und nur noch etwa 250 Teilnehmer es bis zur Abschlusskundgebung um 17.15 Uhr am Hauptbahnhof schafften, hatte die Polizei mit den Blockierern auf der Stadtautobahn noch alle Hände voll zu tun. Die Blockade wurde von 18.05 Uhr an etwa eine Stunde lang geräumt. Um 19.07 Uhr wurde die Fahrbahn Richtung Eckernförde wieder für den Verkehr freigegeben.

Die Demo vom Freitag im Video

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