Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Kiel Sie trommeln für die Spiele 2024
Kiel Sie trommeln für die Spiele 2024
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:19 26.09.2015
Von Kerstin Tietgen
Etwa die Hälfte der insgesamt 42 Botschafter für die Bewerbung um die olympischen Segelspiele 2024 in der Landeshauptstadt traf sich am Freitag zu einem Empfang im Kieler Rathaus. Quelle: Frank Peter
Kiel

Prominente Vertreter aus Sport, Wirtschaft, Medien, Kultur und Politik wollen und sollen in den kommenden Wochen die Olympia-Bewerbung für Kiel vorantreiben. Mit der Machbarkeitsstudie habe man laut Kämpfer bereits bewiesen, dass Kiel Olympia kann. Nun sollen authentische und überzeugte Botschafter die Kieler motivieren.

 „Eine echte demokratische Legitimation ist für eine erfolgreiche Bewerbung unerlässlich“, sagte Kämpfer. Dabei zähle nicht nur das positive Referendum, sondern auch eine hohe Wahlbeteiligung bei dem Bürgerentscheid am 29. November. „Gelingt es, dass Hamburg und Kiel mit Ja stimmen, sendet das ein klares Zeichen nach Lima“, so Knud Hansen von der „Feuer und Flamme GmbH“. Die Olympischen Spiele werden nur nach Kiel kommen, wenn die Bevölkerung dahinter stehe und das auch deutlich mache.

 Für die kommenden Wochen plant die Werbe- und Marketingagentur „New Communication“ eine aufwendige Kommunikationskampagne, in die über 250000 Euro investiert werden. Während dieser sogenannten Aktivierungsphase wird die Kampagne unübersehbar über die Stadt verstreut. Von Autoaufklebern mit der Aufschrift „Ja-Sager an Bord“ über Brötchentüten mit dem Aufdruck „Achtung, jetzt nichts versemmeln!“ bis zu Plakatwänden mit bekannten Botschaftern wie „Tatort“-Kommissar Axel Milberg oder THW-Spieler Dominik Klein wird die Stadt Kiel alle Trümpfe der Werbestrategien für sich ausspielen. „Wer im November sein Haus verlässt, kommt am Thema Olympia nicht vorbei“, verspricht Lena Tiedemann von der Agentur. Außerdem widmet die Universität die kommende „Night of the Profs“ dem Thema Olympia, und am Universitäts-Hochhaus wird es einen visuellen 24-Tage-Countdown vor dem Referendum geben.

 Mit elf Jahren ist Nachwuchssegler Tobias Hollenbach der jüngste Botschafter für die Bewerbung um die Spiele 2024. „Kiel ist ein super Revier zum Segeln und Zuschauen“, findet der junge Kieler. Für den ältesten Botschafter, den ehemaligen OB Günther Bantzer, ging es damals entspannter zu: „Vor den Spielen 1972 haben wir erst fünf Jahre vorher mit der Planung und dem Bau begonnen.“ Noch bis 2017 ist die Stadt definitiv im Rennen. Dann wird im südamerikanischen Lima über den Austragungsort abgestimmt. „Das werden noch zwei spannende Jahre. Und ich hoffe, dann folgen noch sieben weitere“, so Kämpfer.

Die Stadt sucht derzeit fieberhaft nach Wohnraum für viele der derzeit fast 2000 Flüchtlinge in Kiel. Wie schwierig das ist, zeigt unter anderem ein aktualisierter Zwischenbericht zur „Wohnraumbeobachtung“ mit einem wachsenden Missverhältnis von Angebot und Nachfrage inklusive steigender Mieten.

Jürgen Küppers 26.09.2015

Die Vereine Dampfschiff Bussard e.V. und Jugendsegeln e.V. fahren am Sonnabend, 26. September, ab 13 Uhr die Gangways ihrer Traditionsschiffe "Bussard" und "Zuversicht" aus. Anlass ist der 110. Geburtstag beider Schiffe. Mit einem Festgottesdienst, bei dem Ministerpräsident Torsten Albig die Predigt hält, geht es um 13.10 Uhr los. Anschließend geht es dann locker über zu Open Ship, Kaffee und Kuchen, Blasmusik und Sekt. Auf die Kinder warten Überraschungen, und die Kieler Hansekogge feiert auch mit.

Susanne Blechschmidt 26.09.2015

Die Gerüchteküche im Stadtteil Neumühlen-Dietrichsdorf kochte: Werden auch Flüchtlinge in dem 100 Jahre alten, unter Denkmalschutz stehenden Gebäude der ehemaligen Adolf-Reichwein-Schule untergebracht? Oder wird auf dem Helmut-Hänsler-Platz ein Containerdorf entstehen? Vermutungen, die Arne Leisner, Abteilungsleiter im städtischen Amt für Wohnen und Grundsicherung, am Donnerstag in der Sitzung des Ortsbeirates Neumühlen-Dietrichsdorf/Oppendorf zerstreute.

Jennifer Ruske 26.09.2015