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Kiel Fährt die „Adler I“ bis Mitternacht?
Kiel Fährt die „Adler I“ bis Mitternacht?
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11:00 11.06.2019
Von Karina Dreyer
Immer mehr Passagiere mit Rad an Bord der Adler I. Die Ortsbeiräte Wik und Holtenau wünschen sich die Ausweitung Fahrzeiten. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Immer öfter kommt das Rad auf dem Weg zwischen der Wik und Holtenau zum Einsatz. Doch nicht nur die Klimaschutz-Ambitionen des Einzelnen zählen, auch die Rahmenbedingungen müssen verbessert werden. Und so sollen laut Antrag der Grünen aus der Wik dafür „die vorhandenen Verbindungen in ihrer Taktung deutlich ausgebaut werden“– mit dem Ziel, den Personen- und Fahrradverkehr zwischen Holtenau und der Wik noch stärker zu beleben sowie den Anforderungen der bevorzugten Mobilität im Rahmen des „Green-City-Plans“ und im „Masterplan 100% Klimaschutz“ gerecht zu werden.

Kapitän: Zahl der Passagiere auf der Adler I verdreifacht

Hintergrund ist, dass immer mehr Einwohner und Touristen seit Öffnung des MFG-5-Geländes die attraktive Verbindung über den Nord-Ostsee-Kanal nutzen. Kapitän Mathias Hoffmann, seit zehn Jahren auf der „Adler I“ im Einsatz, schätzt, dass sich die Zahl der Passagiere verdreifacht hat. „Früher war die Fähre voller Fußgänger, heute kommen sie fast zu 90 Prozent mit dem Rad.“ Das führt nicht selten zu ein- bis zweistündigen Wartezeiten, denn zwischen 19 und 26 Räder passen nur an Bord.

Lastenfahrräder und Tandems sowie Segways werden nicht befördert, „die kriegen wir auch gar nicht drauf“, sagt Hoffmann. Als Kapitän ist er für die Sicherheit an Bord verantwortlich ist. Um die Flut an Rädern einzudämmen und Wartezeiten zu verhindern, würde er sich wünschen, dass „ein Schild darauf hinweist, dass man auch mit dem Rad über die Brücke fahren kann, das dauert gerade mal zehn Minuten. Das wissen nur manche Touristen und Einheimische nicht“. Auch er würde sich eine Erweiterung der Fahrzeiten wünschen, allerdings bei Events wie der Kieler Woche, „dafür aber an Weihnachten verkürzen.“

Ortsbeiräte fordern Ausweitung der Fahrzeiten

„Es gibt aber auch viele Berufstätige, die die Fähre gerne nach Feierabend um 22 Uhr nutzen würden, und die schaffen es nicht rechtzeitig zur Fähre“, weiß Heidi Toscan, Vorsitzende des Ortsbeirates Holtenau. Ihr Gremium hat sich um zwei weitere Verbesserungen für die Fähre bemüht: Zum einen ist das Abzugsrohr vom Bug auf das Oberdeck verlegt worden. „So muss niemand mehr den Qualm einatmen“, so Toscan. Und jüngst wurde auch die Rampe ersetzt: „Sie ist nicht mehr so steil und glatt bei Regen und Schnee.“

Im Antrag der Wiker Grünen heißt es: Die Stadtverwaltung wird gebeten, Verhandlungen mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes aufzunehmen, um sich für eine Ausweitung der Fahrzeiten der Kanalfähre auf dem Nord-Ostee-Kanal einzusetzen. Die Ortsbeiräte fordern, die Fahrzeiten der Personenfähre Holtenau-Wik montags bis freitags von 6 bis 24 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 8 bis 24 Uhr auszuweiten.

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