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Kiel Sorge um den Verkehr auf dem Ostufer
Kiel Sorge um den Verkehr auf dem Ostufer
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06:00 27.04.2019
Von Annette Göder
Über die Schwentinebrücke von 1967, hier vom Scharweg aus gesehen, rollt der Verkehr der B 502. Quelle: Annette Göder
Kiel

Stadtpräsident Hans-Werner Tovar soll den Fragenkatalog nun an Oberbürgermeister und Wirtschaftsdezernent Ulf Kämpfer übergeben.

Stagars nannte mehrere Gründe für die aktuelle und die zu erwartende Zunahme des Verkehrs auf dem Ostufer. Dazu gehören der Ausbau des Gewerbegebiets Heikendorf, die Erweiterung der Wohngebiete entlang der B502, in der Probstei und in Dietrichsdorf, die Entwicklung der Fachhochschule, der Bau des Küstenkraftwerks sowie die Erweiterung des Ostuferhafens. „Daraus resultiert ein stetig wachsender und bereits sehr stark gewordener Pendlerverkehr“, bilanzierte der Vorsitzende.

Schwentinebrücke wird zum Nadelöhr

Die Überquerung der Schwentine ist dabei so etwas wie ein „Nadelöhr“. Ein großer Teil des Verkehrs rollt über die Brücke. Die restaurierte Alte Schwentinebrücke und die verengte Straßenführung auf ihren beiden Seiten sind dagegen nicht auf einen starken Verkehrsstrom ausgerichtet. Die nächste schwerlasttaugliche Brücke über den Fluss liegt bei Raisdorf.

Die Kommunalpolitiker möchten nun wissen, in welchem Zustand sich die 1967 gebaute Schwentinebrücke befindet und wie lange sie voraussichtlich Bestand hat. Außerdem fragen sie, wann es zuletzt eine detaillierte Verkehrszählung für den gesamten Ostuferverkehr gegeben habe. Ins Spiel brachten sie auch den sogenannten Ostring II, der als Entlastungsroute für den jetzigen Ostring angedacht war. Die Ortsbeiratsmitglieder möchten wissen, ob es vorgesehen sei, diese Pläne in naher Zukunft noch einmal aufzugreifen.

Erweiterung des Ostuferhafens ebenfalls im Fokus

Und der Ostuferhafen soll erweitert werden: Der Seehafen Kiel möchte das Gelände des Kohlekraftwerks übernehmen, sobald es endgültig ausgedient hat. Die Frage lautet hier, ob es geplant sei, den momentanen Schwerlastverkehr und den zu erwartenden höheren Güterumschlag „vermehrt auf die Schiene zu verlagern“.

Gern hätte der Ortsbeirat auch eine Stellungnahme zu einem Vorschlag, der ebenfalls den Bahnverkehr betrifft: Demnach könnte für die Regionalverbindung Kiel-Oppendorf ein Haltepunkt im Wehdenweg in Wellingdorf eingerichtet werden. Dieser könne – so die Erwartung – in der Rushhour zu einer weiteren Entlastung des Ostrings und der B502 sorgen.

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