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Kiel Am Rungholtplatz ist noch nichts entschieden
Kiel Am Rungholtplatz ist noch nichts entschieden
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08:03 15.02.2017
Von Anne Steinmetz
Wie es am Rungholtplatz künftig aussehen soll, ist laut Ortsbeirat noch lange nicht entschieden. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Man stehe noch ganz am Anfang der Planung waren Bürgermeister Todeskino und der neue Eigentümer der Gebäude und des Grundstückes Rungholtplatz 1-3, Heiko Hecht, immer wieder bemüht zu betonen. „Wir wissen noch nicht genau, wie die Gebäude mal aussehen werden, die dort entstehen“, sagte Hecht mehrfach. Denn immer wieder kamen Anfragen der anwesenden Bürger zum Aussehen der Fassade, der Höhe der Gebäude, den Parkplätzen und den angrenzenden Grünanlagen.

Die neue Eigentümergesellschaft des Rungholtplatzes 1-3 plant derzeit, rund 70 neue Wohnungen in zwei Gebäuden auf dem Gelände bauen. Außerdem will sie die bestehende Ladenzeile verlängern und wiederzubeleben. „Es geht uns darum, das Bestandsgebäude und den gesamten Rungholtplatz zu revitalisieren“, sagte Hecht. Wie das genau aussehen solle, werde in den kommenden Jahren auch im Rahmen eines stadtplanerischen Wettbewerbs erarbeitet.

Todeskino versichert Bürgerbeteiligung

„Es geht hier heute nur um den Aufstellungsbeschluss. Das ist der erste Schritt in der Bauleitplanung“, erklärte Todeskino am Abend. Erst in den folgenden Schritten werde entschieden, was für ein Bauvorhaben umgesetzt werde. „Das weitere Verfahren gestalten wir transparent mit sehr viel Bürgerbeteiligung“, versicherte er.

Vor allem Michael Schmöckel (Linke), beratendes Mitglied im Ortsbeirat, stellte immer wieder die Frage in den Raum, warum denn in einem „Hauruckverfahren“ entschieden werden müsse. „Es wird hier heute gar nichts entschieden“, stellte Hans-Jürgen Lembke (CDU), stellvertretender Vorsitzender des Ortsbeirates, mehr als einmal klar. Es gehe lediglich um die Kenntnisnahme durch das Stadtteilgremium, damit der Bauausschuss in einem nächsten Schritt das Bauleitverfahren einleiten könne.

Ortsbeirat warnt vor Flugblatt-"Hetze

Schon vor der Sitzung des Ortsbeirats hatte ein Flugblatt in Suchsdorf für Unruhe gesorgt. Darin war vom Bau von 100 Sozialwohnungen und dem Abriss der Parkplätze die Rede, außerdem wurden die Suchsdorfer zum Widerstand gegen das Projekt aufgerufen.

„Wir als Ortsbeirat sprechen uns ganz klar gegen eine solche Hetze aus“, hatte der Ortsbeiratsvorsitzende Reinhard Warnecke (SPD) schon zu Beginn der Diskussion klargestellt. Es ginge nicht, dass mit Halbwahrheiten Stimmung gemacht werde. Deswegen war er froh, dass in der Sitzung der aktuelle Stand der Planung präsentiert wurde.

Im Bauausschuss geht es weiter

Die Planungen rund um den Rungholtplatz werden nun in der kommenden Sitzung des Bauausschuss, am 2. März, auf der Tagesordnung stehen.

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Ein Stadtteil kommt nicht zur Ruhe: Kurz vor der Ortsbeiratssitzung am Dienstag sorgt in Suchsdorf ein Flugblatt für neue Aufregung. Darin geht es um ein Bauprojekt am Rungholtplatz, das die Grundstückseigentümer in der Sitzung vorstellen wollen. Auf dem Flyer wird zum „Widerstand“ aufgerufen.

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