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Kiel Kleingärtner lehnen irakische Familie ab
Kiel Kleingärtner lehnen irakische Familie ab
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10:00 16.11.2018
Von Martin Geist
Eine aus dem Irak stammende Familie will der Kleingartenverein Suchsdorf nicht aufnehmen. Laut Satzung müsse der Verein seine Entscheidung auch nicht begründen, teilte der Vorsitzende der Stadtteilvertretung mit. Quelle: Martin Geist
Kiel

Eingeladen zur Sitzung des Ortsbeirats waren die Kleingärtner zwar, erschienen sind sie am Dienstagabend aber nicht. Stattdessen hatte der Vorstand des Kleingartenvereins Suchsdorf den Beiratsvorsitzenden Paul Stamp (SPD) telefonisch wissen lassen, dass er an seiner Linie festhält: Eine aus dem Irak stammende Familie, die sich seit Monaten um eine Parzelle bemüht, darf nicht Mitglied im Kleingartenverein werden. Ende Oktober hatte der Vorstand noch einmal über die Angelegenheit beraten und kam zum Ergebnis, dass es trotz wiederholter Appelle des Ortsbeirats bei dem Nein bleiben soll. Einer Begründung bedürfe es dafür gemäß Satzung nicht, tat der Vorsitzende die Stadtteilvertretung lapidar kund.

Ortsbeirat verurteilt das Vorgehen der Kleingärtner

Die wiederum reagiert darauf einigermaßen bestürzt. Einstimmig verurteilt der Ortsbeirat das Vorgehen der Kleingärtner und bittet nun die Stadt zu prüfen, ob es rechtens ist, „Bürgerinnen und Bürgern mit der alleinigen Begründung, sie seien Ausländer, die Vereinsmitgliedschaft zu verweigern“. Gerade unter dem Aspekt der Gemeinnützigkeit, die nicht zuletzt Kleingartenvereinen erhebliche Vorteile beschere, sei dies sehr fraglich. „Wenn man als gemeinnützig gelten will, kann man nicht einfach so handeln, wie es einem passt“, meinte Ortsbeirat Hans-Jürgen Lembke (CDU). Fazit des Ortsbeirats: „Dieses Verhalten kann nicht toleriert werden, da es zudem nicht die Mehrheit der Mitglieder des Vereins und der Suchsdorfer widerspiegelt.“

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