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Kiel Rund 100 protestieren gegen Kreuzfahrer
Kiel Rund 100 protestieren gegen Kreuzfahrer
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18:15 09.05.2019
Von Niklas Wieczorek
Mit dunklen Wolken wollten die Aktivisten auf die Folgen der Kreuzfahrten für Kiel hinweisen. Quelle: Niklas Wieczorek
Kiel

Mit dunklen Wolken, die Aufschriften wie "kaum Arbeitsrechte", "Luftverschmutzung" oder "Klimakiller" tragen, wollten die Demonstrierenden um kurz nach 16 Uhr am Ostseekai in Kiel die aus ihrer Sicht gefährlichen Folgen des Kreuzfahrttourismus deutlich machen. In ihrem Hintergrund bot die "Queen Victoria" nicht nur eine angemessene Optik dazu, sondern auch ein Ziel der Protestler. An die Passagiere verteilten sie Flyer, die den "Traumurlaub Kreuzfahrt" infrage stellen.

So verwies Jonas Frank als Vertreter von TKKG zu Beginn auf die schwierigen Arbeitsbedingungen der Angestellten an Bord der Kreuzfahrer, die stets unter internationalen Flaggen fahren: "Es entsteht so ein Wettbewerb, unter welcher Flagge die Leute am besten ausgebeutet werden können." Frank schlussfolgerte: "So darf Urlaub nicht aussehen: Kreuzfahrten raus aus Kiel."

TKKG - was ist das?

Der Name TKKG ist angelehnt an den Titel der Jugend-Kriminalserie „Ein Fall für TKKG“. Dabei steht der abkürzende Titel, den Schöpfer Rolf Kalmuczak erfunden hat, für die Hauptcharaktere Tim, Karl, Klößchen und Gaby. TKKG erscheint seit 1979 als Buch, seit 1981 als Hörspiel. Angesprochen auf den Namen „TKKG“ für „Turboklimakampfgruppe“ sagt die Aktivistin Anuk Kersjes: „Der Name TKKG ist eigentlich Quatsch. Aber er ist jetzt hängen geblieben.“

Demonstrant lehnt Fracking ab

Christian, der sich ohne Nachname vorstellte, sagte aus Sicht von Greenpeace Kiel: "Wir begrüßen zwar das Vorhaben, Landstromanschlüsse auszubauen", aber die Stadt Kiel und der Seehafen müssten die Reedereien auch zu dessen Abnahme zwingen. LNG, das oft durch Fracking gewonnen werde, lehnte er ganz ab. Nachrednerin Lina verwies auf die Lasten einiger Reiseziele wie Venedig, Dubrovnik oder die norwegischen Fjorde mit Kreuzfahrern.

Abschließend richtete Klara Peters einen Appell an Kiel: Der Seehafen müsse konsequent einen nachhaltigen Weg weitergehen, und die Stadt Kiel müsse ihrem selbst verliehenen Titel "Klimaschutzstadt" gerecht werden. Nach bereits 30 Minuten waren die Reden beendet, auch die Polizei beendete ihren Einsatz um 17.30 Uhr ohne besondere Vorkommnisse.

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