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Kiel Park-Ärger im Mühlenweg
Kiel Park-Ärger im Mühlenweg
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17:00 30.03.2019
Von Jennifer Ruske
Nur knapp 2,75 Meter bleiben für den Verkehr im Mühlenweg, um an den parkenden Pkw vorbei zu fahren. Das haben die Anwohner Peter Langmann und Monika Harbs gemessen. Quelle: Jennifer Ruske
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Kiel

Dicht an dicht stehen die Pkw und teilweise sogar Wohnmobile im Mühlenweg – auf dem Teilstück ab Sedanstraße – am Straßenrand. Mal mit zwei Reifen auf dem Radweg, mal direkt in der Kurve zur Sedanstraße oder eben auch eng an den Ein- und Ausfahrten der Grundstücke. Für die Anwohner wie Peter Langmann oder Monika Harbs ist das ein Ärgernis. Denn wenn sie mit ihrem eigenen Fahrzeug los müssen, heißt es entweder, langwierig zu rangieren oder das Ordnungsamt zu rufen.

Auch Wohnmobile werden im Mühlenweg abgestellt

„Die Straße ist sehr schmal. Wir haben daher nur einen sehr engen Wendekreis. Parken Autos zu dicht an beiden Seiten unserer Einfahrt, kommen wir nicht mehr raus“, erklärt Harbs. Doch das ist nur eins von vielen Problem. Weil es in der Stichstraße (die Durchfahrt für Autos Richtung Kronshagener Weg ist gesperrt) keinen Wendehammer gibt, drehen viele Autofahrer in den privaten Einfahrten. Durch die parkenden Autos bleiben für den Verkehr in der Stichstraße nur noch rund 2,75 Meter, „wenn ein normal großes Autos dort steht“, haben die Anwohner gemessen. „Parkt dort ein Wohnmobil, wird es richtig eng. Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge kommen dann nicht mehr durch.“ Und noch ein Punkt ärgert die Anwohner: „Begegnen sich zwei Autos, wird teilweise auf den Geh- und Radweg ausgewichen.“ Stellenweise sind bereits Steine kaputt.

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„Was wir nicht verstehen, ist, dass uns vor etlichen Jahren, als die B76 parallel zum Mühlenweg gebaut wurde, von der Stadt Kiel gesagt wurde, das Parken am Bürgersteig sei hier nicht erlaubt, weil die Straße so schmal ist“, erklärt Langmann. „Deswegen wurden an der Lärmschutzwand zur B76 extra Parkbuchten gebaut, die wir mitbezahlen mussten.“

Doch trotz allem standen und stehen immer wieder Fahrzeuge in der Straße. Die Zahl hat sich seit 2016, seitdem auf dem Gelände des Polizeizentrums Eichhof im Mühlenweg gebaut wird und Stellflächen auf dem Grundstück wegfielen, immer weiter erhöht. „Und damit auch unsere Probleme“, sagt Harbs, die sich ein Parkverbot für die Straße wünscht.

Stadt: Halteverbot wäre unzulässig

Ein Halteverbotsschild aufzustellen sei gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) nicht zulässig, heißt es von der Stadt Kiel. Aus verkehrsrechtlicher Sicht spreche nichts gegen das Parken auf der Häuserseite am Fahrbahnrand, so ein Stadtsprecher, da die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Dazu zählt zum Beispiel, dass eine Restfahrbahnbreite von mindestens drei Metern verbleiben muss. Und das, so der Sprecher weiter, sei in der Straße „zum Teil (…) gegeben“. Es gebe zudem genügend Zufahrten, die Ausweichstellen bilden, um Gegenverkehr durchzulassen. Sprich: „Wenn keine Zufahrten blockiert werden, kann dort geparkt werden. Bei akuten Behinderungen entscheiden die Überwachungskräfte vor Ort, welche Maßnahmen unternommen werden.“

„Die Aussage der Stadt hilft uns nicht wirklich“, so Harbs. Die Anwohner haben sich deswegen an den Ortsbeirat Schreventeich gewandt. „Wir hoffen, so die Politik auf unsere Situation aufmerksam zu machen und vielleicht doch noch eine gute Lösung für alle zu finden.“

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