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Kiel Kieler Starthilfe für Projekte in Afrika
Kiel Kieler Starthilfe für Projekte in Afrika
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10:01 06.04.2018
Von Martina Drexler
Vor wenigen Wochen reiste eine Kieler Delegation nach Moshi Rural, um zwei Projekte zu initiieren. Eins davon soll helfen, die Abfallwirtschaft zu verbessern. Wilde Mülldeponien sind ein großes Problem in Tansania. Quelle: Stadt Kiel
Kiel

Beide Projekte sind klein, konkret und mit den Leuten vor Ort abgestimmt. Für Stadtpräsident Hans-Werner Tovar erhöht der Austausch die Chancen auf nachhaltigen Erfolg. Einer Kieler Delegation, die vom 4. bis 13. März die in Moshi Rural gelegene Kommune Himo am Kilimandscharo besuchte, gehörten neben Carina Ruschenski und Heike Wiese vom Grünflächenamt unter anderem auch Bernd Clausen von der OAR Biokompostierung in Altenholz an.

1989 startete mit Unterstützung der Welthungerhilfe die Baumschule. 2006 endete die Hilfe, das Grundstück ging in Besitz der Gemeinde über und verkam langsam. Doch die Bedeutung von Aufforstung für den Bodenerhalt sei auf den politischen Ebenen angekommen, berichteten Martina Hansen und Daniela Roth vom Stadtpräsidenten-Büro: Der Staat Tansania versprach, 1,5 Millionen Bäume zu pflanzen.

Gemeinsamer Antrag auf Förderung für den Wiederaufbau der Baumschule

Kiel und die Distriktverwaltung von Moshi Rural stellten jetzt gemeinsam einen Förderantrag bei der "Servicestelle Kommunen in der einen Welt". Erhält das Projekt den Zuschlag für 50.000 Euro, von denen Kiel zehn Prozent übernehmen müsste, könnte es bereits Ende des Jahres mit der Aufzucht von zunächst 9000 Jungbäumen losgehen.

Ähnlich hoffnungsfroh blicken die Kieler auf das zweite Projekt: In Workshops informierte Ruschenski die Beschäftigten der Abfallwirtschaft über Sicherheitskleidung und Unfallverhütung, Bernd Clausen sprach über die Grundlagen der Mülltrennung und Verwertung von Bioabfall. Wilde Mülldeponien seien dort ein großes Problem, sagt Kiels Stadtpräsident Hans-Werner Tovar. Eine Partnerschaft auf Augenhöhe und nach seiner Ansicht eine Chance für Kiel, einen Beitrag zu leisten, um Fluchtgründe abzumildern. Denn neben dem Ziel, den Klimaschutz und das Umweltbewusstsein zu stärken, sollen durch die Projekte neue Berufsperspektiven für die Bevölkerung entstehen.

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