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Kiel "Meisenkästen" bestätigen Messstation
Kiel "Meisenkästen" bestätigen Messstation
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06:42 08.02.2019
Von Michael Kluth
So sehen sie aus, die Passivsammler am Theodor-Heuss-Ring. Diese hier hängen gleich im Dreier-Pack an einer Regenrinne direkt an der Messstation des Landes. Quelle: Frank Peter
Kiel

Das berühmteste Stück Straße Schleswig-Holsteins ist relativ dicht mit Passivsammlern bestückt. An 190 Metern des Theodor-Heuss-Rings zwischen Dithmarscher Straße und Krusenrotter Weg betreibt das Landesumweltamt insgesamt acht Stück: An den Häusern Nummer 61, 69 und 75 nah an der Stickoxid-Messstation des Umweltministeriums sowie auf der anderen Straßenseite an der Einfahrt Nummer 58/60, an Haus Nummer 64 und an der Liebfrauenkirche und darüber hinaus noch um die Ecken am Krusenrotter Weg Nummer 29 und Nummer 42 (siehe Grafik). Ihre Messwerte ergeben zusammen mit denen der Messstation eine ganz gute Gesamtschau der Luftqualität in der Gegend.

Insgesamt acht Passivsammler am Theodor-Heuss-Ring

Die Ergebnisse der acht Passivsammler bestätigen das Resultat von der Messstation: Der gesetzliche Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel wird auf der nördlichen Straßenseite zwischen Krusenrotter Weg und Dithmarscher Straße deutlich überschritten. Wo die Messstation 56 Mikrogramm (2017) und 60 Mikrogramm (2018) ausweist, kommen die drei Passivsammler auf 55 bis 60 Mikrogramm (2017) und 63 bis 64 Mikrogramm (Mittelwert der ersten neun Monate 2018). 

Ganz anders auf der gegenüberliegenden Südseite. Hier sind die Werte mit 26 bis 29 Mikrogramm (2017) und 29 bis 31 Mikrogramm (Januar bis September 2018) unauffällig. Am Krusenrotter Weg kommt das Ergebnis am nördlichen Ende an Haus Nummer 29 mit 36 bzw. 35 Mikrogramm dem gesetzlichen Grenzwert 40 noch recht nahe. Am südlichen Ende an Haus Nummer 42 ist es mit 16 und 17 Mikrogramm dagegen harmlos. 

OB Kämpfer erwägt eigene Messungen

Wie sein Münchener Kollege erwägt Oberbürgermeister Ulf Kämpfer in Kiel nun, dass die Stadt zusätzlich eigene Messungen mit Passivsammlern am Theodor-Heuss-Ring unternimmt. Nicht weil er die Ergebnisse der Messstation oder der vorhandenen Passivsammler kontrollieren oder gar widerlegen wolle, versichert er. Der Grund sei ein anderer: Da ist noch Luft nach oben. 

Kämpfer möchte wissen, ob Anwohner am Theodor-Heuss-Ring auch in oberen Stockwerken noch gefährdet sind oder nicht. Dazu sollen Passivsammler in höheren Lagen angebracht werden als in 2,20 bis 2,30 Metern Höhe, in der sie jetzt schon hängen. Wenn es nach Kämpfer geht, ergänzt das Landesumweltamt seine Passivsammlungen nach oben. „Wenn nicht“, sagt er, „machen wir das selbst.“

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