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Kiel Ein Adventskalender von 23 Enkeln
Kiel Ein Adventskalender von 23 Enkeln
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07:00 14.12.2017
Von Susanne Blechschmidt
Christoph Kretschmar (81), Pastor in Rente, und seine Ehefrau haben zu ihrer großen Freude von den 23 Enkelkindern aus aller Welt einen Adventskalender bekommen. Eines der ersten Highlights: der Origami-Stern von Enkel Andreas. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Bald wurde überall die häusliche Produktion angekurbelt – für Präsente wie das Bratapfelkompott im Glas oder die Expertise zum Luther-Kaffee. Rot oder grün verpackt, ging die Post dann ab von Neuss, Berlin, dem kanadischen Vancouver und der südafrikanischen Metropole Johannesburg nach Kiel.

Dann der nächste Akt: Enkelin Sophia aus Berliln stand überraschend mit Überseekoffer vor der Tür und die Kretschmars mussten ihr Wohnzimmer verlassen. Bald jedoch war es festlich geschmückt mit dem großen Adventskalender, bestehend aus 23 Päckchen mit Fotos und Briefen. Nummer 24 war durch einen „Liebesbrief“ ersetzt, der alles genau erklärte.

Allzu gern hält Kretschmar senior nun den prächtigen Origami-Stern von Enkel Andreas (18) in die Höhe, nascht von den gebrannten Mandeln, die der älteste Enkel Leonard (28) produziert hat. Georg (6) hat Holzscheiben mit Motiven bemalt und als Getränkeuntersetzer wasserfest lackiert. Felix (20) schmiedete aus 1/2-Zoll-Wasserrohr einen Kerzenständer und Musikstudentin Dorothea (18) wieder schickte einen Gutschein als Adventsbeitrag: „Der hat unendliche Gültigkeit“, schrieb sie, „Hausmusik, wann immer ihr wollt“.

Auch Anna-Magdalena aus Johannesburg hat musikalisches Familientalent geerbt. Sie bespielte Weihnachts-CDs mit ihrem Gesang und schrieb dazu: „Gerade haben wir noch zusammen unter der südafrikanischen Sonne geschwitzt, now it already feels like Christmas“. Hintergrund: Familie Kretschmar  war drei Wochen zuvor gerade in Südafrika gewesen - „zu Anna-Magdalenas Konfirmation“, berichtete der Pastor, der 23 Jahre lang in St. Nikolai im Herzen Kiels gepredigt hatte, bevor er 2000 in Ruhestand ging. Doch Pastor bleibt man ein Leben lang, so konnte er in Johannesburg gleich Richard taufen.

Irritierend nur: Fast alle Briefe beginnen mit „Liebe Mutti, lieber Vati“. Hat man bei den vielen Personen etwas falsch verstanden? „Nein“, lacht der 81-jährige Familienpatron, „aber die erstgeborenen Enkel sind fast alle bei uns aufgewachsen, weil die Töchter noch studierten. Bald riefen sie uns so wie ihre Mütter auch. Wir haben alle ein unglaublich herzliches Verhältnis zueinander“, schwärmt Kretschmar dankbar.

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