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Kiel Prozess wird am 3. November neu aufgerollt
Kiel Prozess wird am 3. November neu aufgerollt
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12:14 28.10.2015
Von Günter Schellhase
Die Pfandhaus-Räuber stehen erneut vor Gericht. Quelle: Uwe Paesler (Archiv)
Kiel/Schleswig

Den Pfandhausräubern wird vorgeworfen, in wechselnder Zusammensetzung und Verantwortlichkeit Raubüberfälle auf die Inhaber und Angestellten von Juweliergeschäften in Düsseldorf am 22. August 2014 sowie in Kiel am 9. Oktober begangen oder Beihilfe geleistet zu haben. Zudem wirft die Kieler Staatsanwaltschaft ihnen vor, einen Überfall am 24. November 2014 in München geplant zu haben. Diese Tat konnte in letzter Minuten verhindert werden. Die Taten in Düsseldorf und Kiel sollen mit erheblicher Brutalität ausgeführt worden sein. Der Geschäftsinhaber in Düsseldorf wurde erheblich verletzt. Erbeutet wurden neben Schmuckstücken insbesondere hochwertige Uhren. 18 Verhandlungstage sind angesetzt. 

Hier sehen Sie Bilder vom Prozessauftakt zum Raubüberfall auf ein Kieler Pfandhaus.

Nach dem Einwand eines Strafverteidigers aus Düren (Nordrhein-Westfalen) wegen falscher Schöffenauswahl, dem sich alle anderen Anwälte anschlossen, hat die 7. Große Strafkammer die Hauptverhandlung um die Raubüberfalle ausgesetzt. Die Besetzung der fünfköpfigen Kammer mit drei Berufsrichtern, zwei Schöffen und einem Ergänzungsschöffen unterliege komplizierten Vorschriften nach dem Gerichtsverfassungsgesetz, teilte damals eine Gerichtssprecherin mit. Im Fall des aufwändigen und absehbar langwierigen Mammutprozesses hatte die 7. Große Strafkammer einen dritten Schöffen für die „Ersatzbank“ zu bestimmen, der die Kammer im Krankheitsfall als Ablösung komplettieren sollte. Diese Position sei offenbar vorschriftswidrig besetzt worden, so die Sprecherin. Anscheinend kam es zu einem Versehen in der Reihenfolge der Liste: Der einzige männliche Schöffe hätte von Beginn an der Kammer angehört, saß jedoch auf der Ersatzbank.

Die Angeklagten sollen in Düsseldorf Schmuck für 75000 Euro und 1200 Euro Bargeld geraubt haben. In Kiel erbeuteten die Täter Uhren und Schmuck im Wert von 333000 Euro. Die Vorwürfe der Staatsanwälte stützen sich auf Mobilfunkdaten, Überwachungsvideos, Tatortspuren, sichergestellte Beutestücke und Zeugenaussagen. Laut Anklage operierten die seit der Festnahme getrennt in U-Haft sitzenden Litauer von Berlin aus. Die Bandenmitglieder fuhren in unterschiedlicher Besetzung per Bahn, Bus und Pkw zu den Tatorten, so der Vorwurf. Ihre Fluchtwege sicherten sie durch gestohlene und vor Ort bereitgestellte Fahrräder und Autos.

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