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Kiel Großkundgebung vor dem Städtischen
Kiel Großkundgebung vor dem Städtischen
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20:00 10.01.2019
Von Christian Trutschel
"Mehr von uns ist besser für alle!" skandierten die Mitarbeiter des Städtischen - flankiert von Altenpflegekräften, Landes- und Kommunalpolitikern. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Es ist die erste gemeinsame Aktion von mehr als 20 Bündnissen, die sich in ganz Deutschland gegen den Pflegenotstand engagieren. Ihre drängende Warnung an die Politik: "Die Bedingungen, unter denen wir arbeiten, machen krank - und gefährden die Patientinnen und Patienten".

"Olympischer Brief" geht durch die Republik

Die ersten Unterschriften auf dem 40 Meter langen "Olympischen Brief", der durch die Republik geschickt und am 5. Juni zur Gesundheitsministerkonferenz in Leipzig an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) übergeben werden soll, leisteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Städtischen Krankenhauses Kiel.

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Sie waren dem Aufruf der siebenköpfigen Pflegekräfte-Aktionsgruppe "12:44 - Aktiv im Städtischen", darunter drei Mitglieder des 17-köpfigen Betriebsrates, gefolgt. Helmut Oeverdieck sagte unter dem Beifall derer, die für eine halbe Stunde in der Kälte ausharrten, "ein großes Dankeschön an die Kollegen auf den Stationen, die es möglich machen, dass ihr und wir hier stehen".

Bisher keine Reaktion aus Berlin

Vor zwei Monaten, am 8. November, hatte die aus Verdi-Mitgliedern gebildete Gruppe bereits die Aktion "Hand in Hand" organisiert. Ergebnis war ein in Berlin an Jens Spahn übergebener Brief. Mit lauten Buhrufen kommentierten die Demonstranten Oeverdiecks Bericht, wonach es bis heute keine Reaktion gebe.

Manuela Rasmussen, Krankenpflegerin am SKK seit 35 Jahren, sagte: "Spahns Mindestpflege lehnen wir ab. Die Menschen haben ein Recht auf gute Pflege, und gute Pflege orientiert sich am Bedarf der Menschen. Wir wollen nicht an der Untergrenze versorgen. Wir brauchen eine echte Personalbemessung. Ein Krankenhaus ist keine Fabrik - das muss endlich in die Köpfe der Verantwortlichen."

An der Demo nahmen die SPD-Landtagsabgeordneten Özlem Ünsal und Bernd Heinemann sowie Ratsfrau Margot Hein von der Ratsfraktion Kiel der Linken teil.

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