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Kiel Das sind die Pläne für das Postareal
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16:15 12.09.2019
Von Martin Geist
Sechs international tätige Architekturbüros wurden im März von der Stadt Kiel aufgefordert, sich Gedanken zu dem 4,5 Hektar großen ehemaligen Postfuhrhof in Gaarden zu machen. Nun gibt es erste Pläne. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Sechs international tätige Architekturbüros wurden im März von der Stadt Kiel aufgefordert, sich Gedanken zu dem 4,5 Hektar großen Quartier zu machen. „Städtebauliche Mehrfachbeauftragung“ heißt dieses Verfahren, bei dem es sich im Prinzip um einen Wettbewerb handelt.

Das Rennen machte Ende August das Büro Trojan + Trojan aus Darmstadt, und das laut Heidrun Brauchle vom Stadtplanungsamt nicht zuletzt wegen seiner Vorschläge zur Anbindung des Wohngebiets an die Umgebung.

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Anbindung des Postareals durch Brücken

Barrierefrei ist es nach dem Konzept dank umfangreicher Aufschüttungen möglich, per Rad oder zu Fuß von der Schul- in die Werftstraße zu kommen, eine weitere Erschließung soll übers Karlstal geschaffen werden. Als eine „sehr elegante Lösung“ lobt Brauchle die Idee, die Häuser im Norden des Quartiers durch kleine Brücken mit dem Pastor-Gosch-Weg zu verbinden.

Dieser Weg an der Johanneskirche und der noch teilweise vorhandenen Schwimmhalle führt direkt zur Gaardener Brücke und damit sowohl ins Zentrum von Gaarden als auch in die lnnenstadt.

Hochhaus in Gaarden bleibt

Verabschiedet hat sich der Investor, ein kanadischer Pensionsfonds, hinter dem die Aktiengesellschaft Dream Global Real Investment steht, vom Gedanken, ein neues Hochhaus zu errichten. Stattdessen soll das vorhandene Hochhaus erhalten und innen wie außen deutlich aufgewertet werden.

„Das bleibt nicht bei kosmetischen Sachen“, versprach Matthias Barschitz, bei Dream Global federführend in der Projektentwicklung. Die von CDU-Ortsbeirat Fedor Mrozek ironisch geäußerte Bemerkung, dass aus dem derzeit nicht gerade schicken Hochhaus womöglich „ein architektonisches Schmuckstück“ werde, ist deshalb auch aus Sicht von Stadtplanerin Brauchle gar nicht so falsch.

Ausdrücklich begrüßt hat der Ortsbeirat, dass 30 Prozent der Wohnungen im Posthof-Quartier öffentlich gefördert werden und Mietern mit geringem Einkommen zur Verfügung stehen.

Auch der geplante Kindergarten für drei Gruppen und die Absicht, Dächer zu begrünen oder mit Solarmodulen zu versehen, stößt auf große Zustimmung der Stadtteilvertreter.

Zentrale Bedeutung für Gaarden

Auf ein gänzlich autofreies Gebiet wollen sich die Investoren zum leisen Bedauern des Ortsbeiratsvorsitzenden Bruno Levtzow (SPD) zwar nicht einlassen, Durchgangsverkehr wird es aber nicht geben.

Ein großer Teil der Autos kann in Garagen unter den einzelnen Baufeldern geparkt werden. Zur Werftstraße hin sind diese Garagen ebenerdig, sodass zugleich ein Teil des immerhin 17 Meter umfassenden Gefälles ausgeglichen wird.

Allein aufs Auto setzen die Planer allerdings nicht. Gedacht ist an eine Mobilitätsstation, wo zum Beispiel Fahr- und Lastenräder ausgeliehen werden können. Was das Soziale betrifft, legte Matthias Barschitz ein Bekenntnis zur Offenheit ab: „Selbstverständlich streben wir eine Verzahnung des Quartiers mit der Umgebung an. Das soll und wird so kommen.“

Erreicht werden soll das unter anderem durch kleine Plätze in den Eingangsbereichen. Vorgesehen ist außerdem eine direkte Verbindung zur neuen Grundschule, die anstelle der Schwimmhalle entstehen soll.

Baustart nicht vor 2021

Nach Einschätzung von Baudezernentin Doris Grondke ist das Posthof-Projekt zwar auf einem guten Weg, aber noch nicht am Ziel.  Für sie handelt es sich um ein „wichtiges städtebauliches Puzzleteil“, das Gaarden mit der Hörn und der Innenstadt zusammenbringt.

Ehe das tatsächlich passiert, muss ein umfangreiches planungs- und  baurechtliches Verfahren durchgezogen werden. Gebaggert wird deshalb nach Einschätzung von Projektentwickler Barschitz „nicht vor dem Jahr 2021“.

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