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Kiel Eine "Kultur-Arena" am Stresemannplatz
Kiel Eine "Kultur-Arena" am Stresemannplatz
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14:27 15.07.2018
Von Niklas Wieczorek
Umrahmtes Stadiongefühl: Der Innenhof des Neuen Rathauses könnte nach Vorschlag der Ratsampel für Freiluft-Veranstaltungen genutzt werden. Quelle: Frank Peter
Kiel

"Kiel soll ein neues starkes kulturelles Zentrum erhalten", heißt es wörtlich in der Kooperationsvereinbarung von SPD, Grünen und FDP – und zwar in den "im Neuen Rathaus freiwerdenden Räumen (ehemalige Post)". "Die durch die Umgestaltung des Innenraumes entstehende ,Kultur-Arena’ bietet aufgrund ihrer Anbindung an die sie umgebenden Einrichtungen und der separierten Lage beste öffentliche Präsentationsmöglichkeiten für alle Sparten."

Moritz Koitka, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, spricht von einer gemeinsamen Idee der Kooperation. Man wolle in freiwerdenden Räumen das kulturelle Profil der Stadt schärfen. "Kultur-Arena" sei keinesfalls martialisch oder im Sinne eines Wettbewerbs, wie "Die Fraktion" anmahnt, sondern als räumlicher Begriff gedacht. "Der Innenhof der Arena könnte auch bespielt werden", so Koitka.

Skepsis, aber auch Unterstützung

Skeptische Reaktionen kommen von links und rechts: Die Linke würde lieber die Kultur dezentral in den Stadtteilen stärken. Eike Reimers, kulturpolitischer AfD-Sprecher, fordert keine verfrühte Entscheidung zu treffen, wie der Standort genutzt wird. Er schlägt aber auch Flagship-Stores globaler Unternehmen oder ein "Innovationszentrum" für Gründerkultur vor. Unterstützung, außerhalb der Kooperation, signalisieren SSW und CDU: Im Wahlprogramm habe man sich bereits für die Weiterentwicklung der Büchereien zu Kulturzentren ausgesprochen, so der SSW-Vorsitzende Marcel Schmidt. Die kulturpolitische Sprecherin der CDU, Erika Diehr, bewertet die Idee als interessant, die Bündelung von Kultur an zentralem Ort sei unterstützenswert: "Nun ist die Kooperation gefordert, dieses Vorhaben mittels eines konkreten Antrages mit Leben zu füllen."

Stöcken will Gespräche anstoßen

Die Kooperation kündigt an, die Stadt ein Nutzungskonzept ausarbeiten zu lassen. Der kommissarische Kulturdezernent Gerwin Stöcken bremst allerdings: "Es gibt an diesem Standort unterschiedliche Nutzungsinteressen", so Stöcken, der Standortanfragen der Jugend-Berufsagentur und der Tourist-Info nennt. "Aber das sind alles Themen, bei denen Kultur eine große Rolle spielt. Ich fände es prima, wenn es gelänge, Soziales und Kultur miteinander zu verbinden."

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