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Kiel Holtenaus coole Spendensammler
Kiel Holtenaus coole Spendensammler
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14:14 25.09.2019
Von Jennifer Ruske
Richard und Helena Näthke (von links) und ihre Freunde Tilda Balzereit und Jarno Kibbel (rechts) haben Spenden für Kinder und Senioren gesammelt. 27 Euro überreichten sie stolz an den Einrichtungsleiter des Kurt-Engert-Hauses, Hermann-Josef Stevens. Quelle: Jennifer Ruske
Kiel

Das gespendete Geld haben die Zweit- und Drittklässler nun an das Frauenhaus, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und an das Seniorenzentrum Kurt-Engert-Haus übergeben. Beim Bastelnachmittag in der Betreuten Grundschule Holtenau nahm der Plan der Sieben- und Achtjährigen seinen Anfang. „Ich hatte die Idee, eine Spendendose zu basteln und Jarno hat mitgeholfen“, erklärte Helena (8), die anfangs für Kinder in Afrika Geld sammeln wollte. Seit einem Urlaub in Namibia, wo die Familie sozial engagierte Bekannte besucht und sie bei der Ausgabe von Suppe an Bedürftige in die Townships begleitet hat, ist das Thema Kinderarmut für die Achtjährige sehr wichtig, erklärt ihre Mutter Lena Näthke. Aber nicht nur in Afrika, auch in Deutschland gibt es Armut, wissen die Freunde aus dem Kinderfernsehen und dem Unterricht. „Wir haben gerade das Thema Kinderrechte in der Schule“, sagt Jarno (8). So wurde aus dem Plan, für Afrika zu sammeln, alsbald die Idee, Kinder in Kiel zu unterstützen. Lena Näthke brachte das Frauenhaus ins Spiel: „Mit der Spendenaktion an sich habe ich jedoch gar nichts zu tun. Das war ganz alleine die Idee der Kinder.“

Müll ist auch Thema in der Schule

Weil Helena und Tilda gern Opti segeln, sollte auch die DGzRS einen Teil der Spenden abbekommen, genau wie die Bewohner im benachbarten Seniorenzentrum. Doch einfach nur Geld zu sammeln, das wollten die Kinder nicht. Sie wollten die Spaziergänger gleichzeitig über Plastik im Meer aufklären – ein Thema, über das auch in der Schule gesprochen wurde. „Beim Segeln sehen wir oft, wie viel Plastik im Meer schwimmt“, sagt Helena. „Und in der Badeanstalt ist auch viel Müll im Wasser“, sagt Jarno (8) entrüstet. Zusammen mit Freundin Tilda (8) und Helenas Bruder Richard (7) wurden Schilder gemalt und ein Bollerwagen vollgepackt mit allem, was ein richtiger Infostand braucht. Picknickdecke, Stühle, Walkie-Talkies, damit sich das Team am Stand mit den Spendensammlern auf dem Kai unterhalten kann, eine Lupe und – ganz wichtig – das Anschauungsobjekt: „Wir haben ein altes Aquarium voller Wasser gefüllt, Plastikstrohhalme kleingeschnitten und reingetan und den Schnapp-Hai von Richard dazu getan“, erzählt Tilda. „Damit man sieht, dass die Fische das Plastik fressen. Das ist nämlich nicht gut.“

80 Euro kamen zusammen

„Doch die Leute wollten eigentlich gar nichts über Plastik im Meer wissen“, sagen Helena und Tilda und sind ein klein wenig empört. „Und manche haben uns gar nicht geglaubt, dass wir Spenden sammeln. Die haben gedacht, wir behalten das Geld“, erzählen sich entrüstet weiter. „Aber das stimmt nicht.“ Doch einige waren dabei, die gespendet haben: Am Ende sind rund 80 Euro zusammengekommen. Helena und ihre Familie haben die Summe noch aufgestockt. 54 Euro haben die Kinder jetzt der DGzRS übergeben und 27 Euro dem Frauenhaus. „Die wollen mit den Kinder Eis essen gehen“, erzählt das Quartett. 27 Euro gab es auch für das Kurt-Engert-Haus in Holtenau, die die Freunde jetzt an Einrichtungsleiter Hermann-Josef Stevens überreicht haben. „Wir werden mit dem Geld eine Bank kaufen, auf der sich die Bewohner ausruhen und die Sonne genießen können“, erklärt dieser, angetan von dem Engagement der Grundschüler. Die Idee mit der Bank finden auch die vier Freunde super. „Denn da können nicht nur alte Leute drauf sitzen, sondern alle.“ 

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