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Kiel Einfacher Austausch mit Politikern
Kiel Einfacher Austausch mit Politikern
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10:00 26.02.2019
Lara Sophia Ingwersen und Pauline Dohse (von links) wollen mit "Polit me" den Meinungsaustausch von Bürgern und Politikern einfacher machen. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
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"Politik hat ein langweiliges Image. Dabei ist es das Lebendigste, was es gibt. Politik sind wir alle", sagt Pauline Dohse bei der Vorstellung der Website "Polit me". Die hat die 17-Jährige mit Mitschülerin Lara Sophia Ingwersen (19) im Rahmen einer Projektwoche am RBZ Wirtschaft entworfen. "Polit me" soll einen einfachen Meinungsaustausch zwischen Bürgern und Politikern möglich machen.

Dadurch, dass Politiker aller Fraktionen im Landtag antworten, soll sich jeder eine eigene Meinung über die Standpunkte der Parteien bilden können. "Die Unparteilichkeit der Website ist uns wichtig", sagt Ingwersen.

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Die Videos müssen dem Moderationskodex entsprechen

Fragen und Antworten sind nicht auf bestimmte Themen begrenzt. Es gebe jedoch einen Moderationskodex, ein respektvoller Umgang sei wichtig, so Ingwersen. Videos mit Beleidigungen würden etwa nicht veröffentlicht. "Für Abgeordnete gilt der gleiche Moderationskodex", so Dohse. Ob die Videos den Kriterien entsprechen, prüfen die Schülerinnen als Moderationsteam selbst.

Die Anfragen der Bürger leiten Dohse und Ingwersen an die Pressesprecher der Landtags-Fraktionen weiter. Über die sollen dann die jeweils für das Thema zuständigen Politiker angesprochen werden. Den Kontakt zu den Fraktionen haben die Schülerinnen während der Projektwoche im November 2018 aufgebaut.

Kommunikation per Video ist ein wichtiger Aspekt von "Polit me"

Dass Fragen und Antworten aufgenommen werden, haben die Schülerinnen bewusst entschieden. "Es ist ein Unterschied, ob man jemanden in einem Video reden hört oder einen Post auf Instagram oder Facebook liest", ergänzt Ingwersen

Zwei Helfer haben die Zwölftklässlerinnen: Der Webdesigner Ben Knierim hat die Website kostenlos entworfen, ihr Unterstützer Kai Meinke half bei der Planung. "Das Ergebnis ist Lohn für die Arbeit", so Dohse. "Wir sehen uns als Bürgerinitiative und freuen uns über neue Leute."

Die Schülerinnen wollen, dass Demokratie einen Stellenwert im Alltag der Bürger hat. "Jeder von uns ist verantwortlich für das, was jetzt passiert. Man muss sich damit befassen, wen man an der Spitze haben möchte", so Ingwersen.

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