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Kiel Mit Studenten aus New York im Austausch
Kiel Mit Studenten aus New York im Austausch
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12:17 26.07.2019
Von Niklas Wieczorek
Spannende Vorträge und viele Diskussionen über Migrationspolitik prägten den Kontakt der Jungfroscher – aber auch einige Exkursionen. Quelle: Frank Peter
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Kiel

Sieben Kieler Studenten planen im September den Gegenbesuch: "Es war allgemein interessant, mit jungen Menschen aus den USA über Europa zu reden", sagte die Kieler Studentin Leonie Basting (24). Kein Problem, schließlich belegen die New Yorker Studenten allesamt den Masterstudiengang European and Mediterranean Studies. Egal auf welchem Kontinent, im Bezug auf migrationspolitische Veränderungen fallen Basting Parallelen auf: "Die Entwicklung ist in den letzten Jahren in die gleiche Richtung gegangen."

Aktivitäten und Vorträge weiter als erwartet

Der Austausch dagegen öffnete Grenzen: Privat seien enge Bande entstanden. Basting freut sich schon jetzt auf das Museum of Modern Art, den Sitz der Vereinten Nationen und das Immigration Museum auf Ellis Island. Von den "schönen Aktivitäten" und der "engen Gemeinschaft" des Austauschs schwärmte auch Maura Deering (24) aus North Carolina. Sie lobte die Organisation und das wissenschaftliche Niveau der Serie von Gastvorträgen: Den feministischen Blick auf Migrationspolitik oder die Verzahnung der afrikanischen mit der europäischen Politik habe sie so noch nicht im Blick gehabt.

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Passend dazu der letzte Vortrag des Austausches, den Franzisca Zanker vom Arnold-Bergstraesser-Institut in Freiburg hielt: Im Institut für Weltwirtschaft berichtete sie über das Forschungsprojekt "Die Politische Ökonomie der Westafrikanischen Migrationsgovernance". Ihr Team untersucht in den westafrikanischen Staaten Gambia, Niger, Nigeria und Senegal, wie die dortigen Politiker Migration und Flucht behandeln, und welche Wechselwirkungen und Anreize es dabei im politischen Austausch mit der EU gibt.

Exkursionen sind die "eigentlichen Erfahrungen"

Der Austausch fand Unterstützung im Medam (Mercator Dialogue on Asylum and Migration), einem dreijährigen Forschungsprojekt der Mercator-Stiftung. Das hob Austauschleiterin Esther Ademmer hervor, als sie die Vorbereitung von Michael Bayerlein und Hanna Kieschnick lobte und die Mischung aus Vorträgen und Exkursionen erläuterte. Letztere prägten schließlich die "eigentlichen Erfahrungen".

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