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Kiel Mehr Unfälle, weniger Verletzte
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19:15 26.04.2019
Von Frank Behling
Fahrradfahren auf der falschen Seite der Fahrbahn ist eine der häufigsten Ursachen von schweren Unfällen mit Radfahrern. Quelle: Frank Behling
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Kiel

Die steigende Zahl der Unfälle spiegelt sich auch in den steigenden Autozahlen wider. Mit 127.008 in Kiel zugelassenen Kraftfahrzeugen gab es 2018 in Kiel ebenfalls einen Rekordwert.

Im vergangenen Jahr wurden bei 9447 Unfällen auf Kieler Straßen 1363 Menschen verletzt. Damit setzt sich der rückläufige Trend bei Verletzten seit dem Höchststand 2014 fort. Damals gab es auf Kieler Straßen 1505 Verletzte bei Unfällen. "Insgesamt haben wir aber aber steigende Unfallzahlen. Es gibt dabei aber weniger Verletzte", sagt Polizeioberkommissar Sven Clausen vom Sachgebiet Verkehr. Er stellte den Bericht zusammen mit Polizeihauptkommissar Thomas Nesch vor, der das Sachgebiet neu übernommen hat. 

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Interaktive Karte: Unfallschwerpunkte 2018 in Kiel

Fahrradfahrer besonders betroffen

Ein Sorgenkind der polizeilichen Verkehrsaufsicht sind weiter die Radfahrer. So stieg die Zahl der Unfälle mit der Beteiligung von Fahrradfahrern 2018 in Kiel auf 468, ein Anstieg um 8,1 Prozent. Dabei verletzten sich 474 Fahrradfahrer, 46 mehr als im Vorjahr. Hauptunfallursachen sind dabei laut Polizei die falsche Fahrbahnbenutzung (38 Unfälle) und Radfahren unter Alkoholeinfluss (48 Unfälle). 

Sogar bei der Vorstellung des Berichts am Theodor-Heuss-Ring fuhren mehrere Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung an den Beamten vorbei. "Die falsche Benutzung des Radwegs ist eine der Hauptunfallursachen", so Clausen.

Ein weiteres Problemgebiet ist der Schwerverkehr. Hier gab es 2018 in Kiel einen Anstieg bei den Unfallzahlen um 18,6 Prozent gegenüber 2017. 121 Unfälle mit Lastwagen registrierte die Polizei. Hauptunfallursachen waren Missachtung der Vorfahrt sowie Fehler beim Fahrspurwechsel. 91 Menschen wurden dabei in Kiel 2018 verletzt. 

Mehr Unfälle unter Alkoholeinfluss

Steigende Zahlen gibt es auch bei Unfällen unter Alkoholeinfluss (von 93 auf 122). Ebenfalls gestiegen sind Unfälle mit Beteiligung von Senioren von 327 auf 337. "Erfreulich ist die sinkende Zahl von Unfällen mit der Beteiligung von Kindern. Diese Zahl ist von 100 auf 88 gesunken", sagte Clausen. Die meisten Kinder wurden beim Überqueren der Fahrbahn verletzt. 

Zwei Menschen starben 2018 bei Verkehrsunfällen in Kiel. Es waren ein 64 Jahre alter Rollerfahrer bei einem Unfall mit einem Klein-Lkw im Wehdenweg und eine 72 Jahre alte Seniorin, die in der Schönkirchener Straße von einem Lastwagen überrollt und getötet wurde.

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