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Kiel Grüne Idee der Kieler wächst weiter
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17:00 03.07.2019
Von Karina Dreyer
Sie arbeiten fleißig bei "Veggie Ponics" mit (von links): Jens, Luca, Lilly, Paul, Alina, Nicklas und Yannis von der Gemeinschaftsschule Friedrichsort. Quelle: Karina Dreyer
Kiel

Mit „VeggiePonics“ möchten Katharina Voß, Jacqueline Steinkamp, Abhimanyu Mehta, Lisa-Marie Schulte und Luisa Sarmiento, Studenten des Nachhaltigkeitsfaches Sustainability, Society and the Environment, nicht nur den Anbau von Salat, Tomaten, Kräuter und Erdbeeren in Hydrokultur für kleine Haushalte ohne eigenen Garten ermöglichen. Sie möchten auch anderen erklären, wie man diese erschwinglichen Hydroponiksysteme, also Kulturverfahren ohne Erde, aus recycelten und erneuerbaren Materialien selber bauen und damit den Konsum nachhaltiger gestalten kann. 

Drei Workshops seit Februar

Drei Workshops gab es seit Februar mit dem 11. Jahrgang der Gemeinschaftsschule Friedrichsort, die das Thema im Rahmen eines Wirtschaftsseminares aufgegriffen hatten. „Sie wollten aber nicht nur über die Hydroponiksysteme informiert werden, sondern selber beim Projekt mitmachen“, beschreibt Katharina Voß. Und so teilten sich die Schüler in Gruppen auf, erstellten Entwürfe für Flyer, drehten ein Video, erarbeiteten eine Powerpoint-Präsentation und schafften mit einem Businessplan neue Ideen für das Projekt. Zum Abschluss präsentierten sie alle Ergebnisse in der Alten Mu.

"Jeder konnte vom anderen lernen"

Lisa-Marie Schulte freute sich über das Engagement der Schüler: „Das hat uns allen super viel gebracht, jeder konnte vom anderen lernen“, betonte sie. So sei das Projektteam beispielsweise schon sehr vertieft in das Wissen um die Hydrokultur. „Da ist es manchmal schwierig, etwas zu erklären, wenn jemand noch nie davon gehört hat.“ Und Lehrerin Kerstin Lorenzen freute sich über die Möglichkeit für ihre Schüler, das Entrepreneurship zu verfolgen, also den Weg, wie sich ein Unternehmen gründet und voranschreitet.

Kooperationen mit Recyclinghöfen

Der Elftklässler Luca David war in der Businessplan-Gruppe, in der es auch darum ging, welche Kunden man ansprechen könnte. Und so entstand die Idee, Umfragen bei Besuchern der Kieler Woche zu starten, Schüler und Studenten über die Social-Media-Kanäle oder Podcasts zu informieren. Es galt und gilt herauszufinden, wie groß das Interesse daran ist, sich selber ein Veggieponic zu bauen und wie teuer ein Starterkit sein darf. Es ging in der Gruppe auch darum, wie man günstig an die Ressourcen für die Hydrokulturen kommen könnte. Eine Idee: Kooperationen mit Recyclinghöfen.

Hydrokultur für den kleinen Haushalt

Mit der Powerpoint-Präsentation besuchten die Elftklässler schon eine fünfte Klasse ihrer Schule, erklärten ihnen, wie Pflanzen ohne Erde, aber mit den richtigen Nährstoffen im Wasser wachsen können. Damit stießen sie auf großes Interesse, „wir planen nun mit einer der Klassen, eine Hydrokultur zu bauen“, so Lisa-Marie Schulte. Die Elftklässler überlegten sich auch Inhalte für einen Flyer, auf dem die Vorteile der Hydrokultur für den kleinen Haushalt beschrieben sind: weniger Plastikmüll, geringer Wasserverbrauch und eine ganzjährige Ernte. In zwei Wochen sollen die Ergebnisse nun auf der Website des Projektes veröffentlicht werden. Wer Interesse an einem eigenen Veggieponic hat, kann sich über die Homepage auch melden.

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