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Kiel Projektwoche hätte Humboldt gefallen
Kiel Projektwoche hätte Humboldt gefallen
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14:48 15.09.2019
Von Jennifer Ruske
Thea (5), Henrike (10) und Papa Pawel Bolt (von links) bestaunen den fantastischen Humboldt-Wolf. Quelle: Jennifer Ruske
Kiel-Schreventeich

„Von der Vermessung zur Vernetzung der Welt“ lautete das Motto, unter dem die Schule ein ganzes Jahr lang den Geburtstag des deutschen Naturforschers begeht. Die Projektwoche bildete dabei einen der Höhepunkt: Alle knapp 600 Schüler von der fünften bis zur zwölften Klasse beteiligten sich an den mehr als 25 Projekten – und das sorgte am Sonnabend bei der Präsentation der Ergebnisse in der Schule für einen großen Besucheransturm.

1000 Besucher füllten die Schule

An die 1000 Gäste schlenderten den Vormittag lang durch die Räume, um sich von den Schülern ihre Werke zeigen und erklären zu lassen. Die Kielerin Sonja Westphal ist „der wunderbaren Fotos wegen“ am Stand der Ruderer hängen geblieben. „Wir haben unsere Ruderstrecken auf der Förde neu vermessen und die Ergebnisse mit den Bildern dokumentiert“, erklärte Schülerin Annemieke Seifert vom Ruderverein der Schule. „Wir wollten genau wissen, wie viele Kilometer wir auf dem Wasser zurücklegen, wenn wir trainieren.“ Der Vermessung der Förde folgte die Kartografierung einer Waldfläche im Felmer Gehölz zusammen mit der Stiftung Naturschutz SH.

„Unsere Schüler waren aber auch sehr kreativ unterwegs“, sagte Schulleiterin Dagmar Vollbehr. Nach einem Besuch im Botanischen Garten zeichneten die Schüler für die Ausstellung Pflanzen, „ganz so, wie es Humboldt in seinen Tagebüchern vormachte“. Ebenfalls ein Hingucker waren die Kartons im Flur, in denen die Schüler wie Leonie Tingyan Chen mit zahlreichen Materialien eine Unterwasserwelt und eine Dschungellandschaft inklusive Dinosaurier zum Leben erweckten. „Ich habe das Leben vor unserer Zeit dargestellt. Deswegen der Dino“, erklärt die Sechstklässlerin.

Kreativ: der "Humboldt-Wolf"

„Das ist einfach toll, dass die Kinder hier alles gemacht haben“, lobten ihre Eltern, Jin Chen und Bolian Fu. In einem anderen Raum bestaunten Thea (5) und Henrike (10) zusammen mit Papa Pawel Bolt ein ganz anderes Tier: den Humboldt-Wolf. „Das ist ein Wolf, den der Naturforscher vielleicht hätte entdecken können – wenn es den denn geben würde“, erklärte Greta Holtorf (Klasse 7a) das Objekt, das ihre Freundin im Projekt „freie Künste“ geschaffen hat. „Es ist unglaublich viel, was es hier zu entdecken gibt“, lobte Bolt.

Die Präsentation war jedoch nur eines von zwei großen Events an diesem Tag: Gleichzeitig wurde in der Aula das 20-jährige Bestehen des deutsch-japanischen Schulaustausches mit der Hyogo International Senior High School in Kobe/Japan gefeiert. Vor rund 80 geladenen Gästen, darunter die japanische Generalkonsulin Kikuko Kato aus Hamburg, Schulleiterin Mari Inoue aus Kobe mit zwölf Schülern, Hans-Michael Kiefmann, Vorsitzender der deutsch-japanischen Gesellschaft Schleswig-Holstein, und Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer.

Kämpfer lobt die Kontakte nach Japan

Der OB lobte die Schule für ihre Japanisch-AG und die freundschaftlichen Kontakte nach Kobe: Das sei etwas Besonderes für Kiel. „Die Humboldt-Schule ist das einzige Gymnasium in Schleswig-Holstein, in dem regelmäßig Japanisch-Unterricht stattfindet“, erklärte Lehrerin Kathrin Bonn, die sich stark für den Schüleraustausch einsetzt. Bislang haben rund 120 Schüler aus Kiel und 80 aus Japan teilgenommen. 

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