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Kiel "Let's Dance" begeistert das Publikum
Kiel "Let's Dance" begeistert das Publikum
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16:05 14.11.2019
Von Jördis Merle Früchtenicht
Promis und Profitänzer werden bei "Let's Dance" am Mittwochabend in Kiel begrüßt. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Eine kurze Unterrichtseinlage der Jury-Mitglieder Motsi Mabuse, Jorge González und Joachim Llambi sorgt am Mittwochabend dafür, dass Tausende Zuschauer im Takt zur Musik die Schultern schütteln. Bei der Liveshow in Kiel wird das Publikum nach der Pause aufgefordert, gemeinsam zu tanzen.

Sonst legen aber vor allem Promis und Profitänzer von "Let's Dance" eine flotte Sohle aufs Parkett: In der Mitte der Sparkassen-Arena ist eine Tanzfläche aufgebaut, auf der Bühne dahinter nimmt die aus dem Fernsehen bekannte Jury an ihrem mit rotem Stoff bezogenen Tisch Platz.

Schon vor Beginn der Show zücken die Zuschauer ihre Handys, machen Fotos von der Tanzfläche und von sich selbst. Mancher trägt bereits ein T-Shirt der "Let's Dance"-Tour. Die Bühne ist mit einem Vorhang verhüllt.

Neugierig auf Jury-Mitglied Joachim Llambi

"Ich schaue 'Let's Dance' gern im Fernsehen, und jetzt will ich das mal live sehen", sagt Mette Möller. Sie tanze selbst Latein. Ihre Mutter Anja Möller ergänzt: "Wir sind auf Joachim Llambi gespannt. Mal gucken, wie der so ist." Jury-Mitglied Llambi übt in der Fernsehshow besonders gerne Kritik an den Tänzern.

Pünktlich um 20 Uhr wird es dunkel in der bis auf wenige Restkarten ausverkauften Sparkassen-Arena. Die Lautstärke im Publikum fällt schlagartig ab. Ein Countdown zählt herunter. "Drei, zwei, eins", stimmen einige Zuschauer mit ein.

"Let's Dance" beginnt mit einer Choreografie der 14 Profitänzer. In Weiß gekleidet, die Herren mit blinkenen Schuhsohlen, die Damen mit leuchtenden Regenschirmen, zeigen sie ihr Können zu "Rhythm is a Dancer". Bühnenfeuerwerk und Nebelmaschinen sorgen für die passende Stimmung.

Während sich der Nebel verzieht, ertönt ein lauter Knall, der Vorhang vor der Bühne fällt, und Moderator Daniel Hartwich begrüßt unter ohrenbetäubendem Applaus das Publikum. Er verspricht "Salsa, Walzer, Jive und ein bisschen Halloween" an diesem Abend. Jedes der sechs Tanzpaare aus Promi und Profitänzer tritt zweimal auf, die Jury gibt zwar Bewertungen, aber letztlich entscheidet das Publikum, wer den Titel "Dancing Star Kiel" bekommt.

Pascal Hens und Renata Lusin sind in Kiel als Erstes dran

Handballer Pascal Hens und Renata Lusin legen dann mit einer Salsa vor, für die sie von der Jury insgesamt 27 von 30 möglichen Punkten erhalten. Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt folgt mit Erich Klann. Für den Tango zu "Super Freak" muss Mockenhaupt im Anschluss Kritik von der Jury einstecken. Joachim Llambi urteilt besonders negativ, vergibt nur drei von zehn Punkten. Und lernt dafür, wie Buhrufe in Kiel klingen.

Sonst wird an diesem Abend vor allem applaudiert: Das Publikum zeigt sich begeistert von den Tänzen. Bei den Auftritten von Isabel Edvardsson und dem gehörlosen Kampfsportler Benjamin Piwko klingt der Beifall zwar etwas leiser. Das liegt jedoch daran, dass zahlreiche Zuschauer in Gebärdensprache klatschen.

Am unterhaltsamsten ist der Auftritt von Oliver Pocher und Christina Luft. Der Komiker zeigt sich beim Paso Doble als Freddie Mercury. Er tut sich schwer damit, seine Partnerin über die Tanzfläche zu tragen, gelangt aber schließlich unfallfrei bei der Jury an. Nur sein falscher Schnauzbart löst sich bereits ab.

Rebecca Mir, die 2012 bei "Let's Dance" dabei war, feiert mit Ehemann und Tanzpartner Massimo Sinató ihr Comeback. Für ihre Salsa bekommen sie an diesem Abend die ersten zehn Punkte: Sowohl Jorge González als auch Motsi Mabuse halten die entsprechenden Wertungskellen hoch. Joachim Llambi vergibt neun Punkte.

Die vollen 30 Punkte erhält nur ein Paar von der Jury

Einem Paar gelingt es, die 30 Punkte zu ertanzen: Renata Lusin und Pascal Hens zeigen in der zweiten Runde einen Tango. Damit überzeugen sie nicht nur die Jury. Dem Publikum reicht es nicht, in die Hände zu klatschen. Zusätzlich wird mit den Füßen getrampelt, sodass die Tribünen beben.

Nur eine kassiert abseits von Llambi noch Buhrufe: Die diesjährige Dschungelkönigin Evelyn Burdecki antwortet auf die Frage, ob sie wisse, wo sie sei, zwar richtig mit "in Kiel", ergänzt jedoch "in der Nähe von Hamburg".

"Wir haben einiges aus der Show im Fernsehen wiedererkannt", sagt Alina Schumann. Sie ist mit ihrem Vater Martin Schumann da. Der ist selbst Tanzlehrer und zufrieden mit den gezeigten Choreografien. Vor allem Pascal Hens und Massimo Sinató hätten ihn überzeugt.

Gisela und Rolf Hüttmann haben die Karten für "Let's Dance" geschenkt bekommen: "Das ist spannender als im Fernsehen", sagen sie. "Es ist bunt und turbulent, die Kostüme sind sehr schön. Live ist eben live."

Zum Schluss stimmt das Publikum für Pascal Hens und Renata Lusin, die nach der Jury-Wertung hinter Rebecca Mir und Massimo Sinató auf dem zweiten Platz stehen. Damit erhält der Handballer, der die Sparkassen-Arena noch aus seiner Zeit beim HSV kennt, nicht nur einen Pokal, sondern auch viel Applaus in Kiel.

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